Epstein-Whistleblower tot aufgefunden

Genüged Schutz gewährt?
Epstein-Whistleblower tot aufgefunden
Er machte unter anderem die Verbindung zwischen dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) und dem US-Handelsminister Howard Lutnick (65) öffentlich. Nun ist Whistleblower Simon Andriesz verstorben.
Publiziert: vor 17 Minuten
Angela RosserJournalistin News
Seit sieben Jahren ist der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) nun bereits tot. Was er zu Lebzeiten alles getrieben und mit wem er alles zu zun hatte, beschäftigt aber noch immer.
Nun ist eine weitere Person tot, die in Zusammenhang mit Epstein stand beziehungsweise Verbindungen zu namhaften Personen hatte herstellen können. Simon Andriesz (†57), ein britischer Whistleblower, ist im September in Thailand gestorben, wie ntv und weitere Medien berichten.
Geschäftliche Kontakte
Wie seine Familie mitteilt, soll er sich das Leben genommen haben. Hinweise auf Fremdeinwirkung gebe es keine. Andriesz machte unter anderem die Finanzaufstich FCA und das FBI auf die Verbindung zwischen Epstein und dem US-Handelsminister Howard Lutnick aufmerksam.
Andriesz hatte seinem früheren Chef Howard Lutnick im Frühjahr 2026 vorgeworfen, seine geschäftlichen Kontakte zu Epstein nicht vollständig offengelegt zu haben. Gegenüber der BBC berichtete er von E-Mails, die darauf hindeuten sollen, dass Lutnick und Epstein noch 2018 über ein gemeinsames Start-up-Projekt gesprochen hätten.
Verbindungen zu Sarah Ferguson und Ex-Prinz Andrew
Lutnick hatte zuvor erklärt, den Kontakt zu Epstein bereits Jahre zuvor abgebrochen zu haben. Nach den Enthüllungen räumte er jedoch ein, Epstein 2012 während eines Familienurlaubs auf dessen Privatinsel besucht und dort zu Mittag gegessen zu haben.
Andriesz beschäftigte sich zudem mit finanziellen und geschäftlichen Verbindungen rund um die Investmentbank Cantor Fitzgerald und Epstein sowie mit Zusammenhängen, in denen auch Sarah Ferguson und Ex-Prinz Andrew auftauchten.
Von Schulden bis zum Herzinfarkt
Im Juli griff eine BBC-Dokumentation den Fall auf. Kurz darauf kritisierte Andriesz öffentlich den Umgang der britischen Finanzaufsicht mit Whistleblowern. Die Behörde habe ihn und seine Familie nicht ausreichend geschützt. Die Folgen hätten «meine Karriere, meine Gesundheit, meine Finanzen und mein Familienleben zerstört», sagte er.
Andriesz berichtete von jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und hohen Schulden. Während seiner Zeit bei der BGC Group erlitt er zudem einen stressbedingten Herzinfarkt und musste später mehrfach im Krankenhaus behandelt werden.
Umgang soll geprüft werden
Ob seine langjährigen gesundheitlichen und finanziellen Belastungen in Zusammenhang mit seinem Tod stehen, ist bislang nicht bekannt. Sein Tod werfe aber «zutiefst beunruhigende Fragen auf», erklärten einige britische Politiker gegenüber der BBC. Sie verlangen nun eine Untersuchung zum Umgang mit Whistleblowern.
Whistleblower seien ein wichtiger Bestandteil der Finanzaufsicht, sagte der Abgeordnete John McDonnell. Die Finanzaufsicht hat mittlerweile angekündigt, den Umgang mit dem Verstorbenen zu überprüfen.
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