Die Schweiz hat ein neues Dreisterne-Restaurant

Michelin-Erfolg für «The Chedi»-Lokal
Die Schweiz hat ein neues Dreisterne-Restaurant
Grosser Erfolg für das Restaurant in Samih Sawiris Hotel «The Chedi». Das von Dominik Sato und Fabio Toffolon geführte Nobel-Lokal The Japanese hat neu 3 Michelin-Sterne. Weitere Schweizer Gastro-Betriebe dürfen sich mit der Prestige-Auszeichnung schmücken.
Publiziert: vor 48 Minuten
- The Japanese in Andermatt erhält drei Michelin-Sterne und ist das fünfte Schweizer Lokal damit
- Sato und Toffolon senkten die Tischzahl von 17 auf 12 und setzen auf Konstanz und Balance im Menü
- Die Ceremony fand neu in Andermatt statt, sieben Restaurants erhielten erstmals einen Stern
Nach nur drei Jahren als Co-Küchenchefs im Swiss Deluxe Hotel «The Chedi» in Andermatt werden die «Twins» Dominik Sato und Fabio Toffolon mit drei Sternen vom «Guide Michelin» ausgezeichnet. «Eine grossartige Ehre, ein grossartiger Moment», so die erste Reaktion von Dominik Sato. Dessen Ehefrau Yoshiko ist nicht nur für die Desserts zuständig, sondern auch für die Authentizität der japanischen Aromen, die schon der Name «The Japanese» verspricht. Das Restaurant ist also auch eine «Familiy Affair», die «Twins» reihen sich ein in die kurze Liste von Zwillingen mit drei Sternen wie den Sühring-Brüdern in Bangkok. «The Japanese» ist zurzeit das fünfte Restaurant in der Schweiz mit der «Michelin»-Höchstnote.
Artikel aus GaultMillau
Das ist ein Text aus dem GaultMillau, dem renommierten Restaurant- und Gourmetführer der Schweiz.
Weitere Artikel zur Spitzengastronomie und Top-Empfehlungen findest du auf www.gaultmillau.ch
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Auch wenn die Auszeichnung eine ziemliche Überraschung ist, geben Dominik Sato und Fabio Toffolon gerne zu, dass ihre Ambitionen immer in diese Richtung gingen. «Aber wir sind bescheidene Leute und würden das nie laut sagen», so Toffolon. Ihre Küche habe sich im letzten Jahr zwar nicht gross verändert, sei aber konstanter geworden. Einen wichtigen Schritt vorwärts habe man machen können, indem die Anzahl der Tische von 17 auf 12 reduziert wurde. «Trotzdem machen wir mehr Umsatz», so Toffolon. Ihr wichtigstes Ziel sei nicht die Provokation auf dem Teller, sondern Konstanz und Balance – nicht nur über Monate, sondern auch innerhalb eines Menüs. «Durch die Reduktion der Tische gelingt uns das noch besser», findet Dominik Sato.
Andermatt statt Lausanne
Dass ein Restaurant in Andermatt mit drei Sternen ausgezeichnet wird, ist ein glücklicher Zufall: Der «Guide Michelin» ist umgezogen, jedenfalls für die jährliche Sternen-Gala, die jetzt «Restaurant Ceremony Switzerland 2026» heisst und zum ersten Mal in Kooperation mit Andermatt Swiss Alps durchgeführt wurde. Die letzten Jahre war der Guide zu Gast an der Hotelfachschule EHL Lausanne. Nichts geändert hat sich an der Zeremonie selbst, es geht um Sterne und «Special Awards», präsentiert von einem Moderatoren Duo, der Niederländerin Simone van Trier und dem neu engagierten Bündner Fernando Tiberini aus St. Moritz.
Der Guide mit 125-jähriger Geschichte sieht sich mittlerweile als globale Lifestyle-Plattform für Essen, Wein und Hotels, aber das zentrale Interesse der Köche und Gäste gilt vor allem den so genannten «Macarons». Neben dem neuen Drei-Sterne-Restaurant gibt es keine neue Adresse mit zwei Sternen, aber sieben, die erstmals mit einem Stern ausgezeichnet werden. Überraschungen sind darunter kaum zu finden, vom «Origini» in Morbio Inferiore mal abgesehen. Die Neuen:
- «Myle» (Markus Arnold) in Bern
- Ristorante con Enoteca Origini (Guglielmo Curcio) in Morbio Inferiore
- «Bärenstobe» (Michael Gollenz), Gonten AI
- «Rémy» (Simon Müller), Zürich
- «AD LIB» (Dietmar Sawyere), Zermatt
- «Schlüssel by Tanja Grandits (Marten Harder), Oberwil BL
- «CAAA» (Pietro Catalano), Luzern
Zudem vergibt der «Guide Michelin» eine Reihe von weiteren Auszeichnungen: Als «Mindful Voice» wird Stefan Wiesner («Wiesner Mysterion» in Romoos) ausgezeichnet, in der neuen Kategorie «Opening of the Year» nochmals das «Myle» von Markus Arnold, der allerdings keinen Hehl daraus machte, dass er ungern ohne einen Stern nach Hause gefahren wäre: «Sonst könnte ich meiner Frau kaum erklären, warum ich so wenig zu Hause bin.» Der Sommelier-Award geht an Emeline Gigaud («Arakel», Genf), für den Service wird Nicole Sawyere («AD LIB», Zermatt) ausgezeichnet. Als Talent mit Zukunft schliesslich sieht der «Michelin» den Tessiner Guglielmo Curcio.
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