Selbstfahrende Autos – Ab jetzt ist das erste Robotaxi der Schweiz im Einsatz

Worum geht's beim Projekt im Furttal? Ab jetzt ist Einsteigen erlaubt. Über eine App können Passagiere selbstfahrende Autos buchen und im Alltag nutzen. Drei Elektroautos sind derzeit unterwegs und steuern knapp 100 vordefinierte Haltepunkte in den Gemeinden Boppelsen, Dänikon, Hüttikon und Otelfingen an. Der erste Passagier aus Otelfingen war offenbar begeistert, wie Christine Mauelshagen, Gesamtprojektleiterin von «Iamo», gegenüber SRF sagt.
Wie funktioniert das Angebot? Fahrgäste können eine App herunterladen. Sie heisst «Iamo». Die Abkürzung steht für «intelligente automatisierte Mobilität». Die App lässt sich im Apple App Store oder im Google Play Store herunterladen. Nach der Registrierung ist die Buchung möglich. Bis zu drei Fahrgäste pro Auto können dann an den Haltepunkten abgeholt werden. Die Autos fahren vorerst täglich von 13 bis 17 Uhr. «Es ist uns wichtig, bei diesem Projekt Schritt für Schritt vorzugehen», sagt Pascal Kern, Leiter des Zürcher Amts für Mobilität.
Wo fährt das Robotaxi? Aktuell fährt es in den vier Zürcher Gemeinden Boppelsen, Dänikon, Hüttikon und Otelfingen im Furttal. Die Verantwortlichen des Projekts haben das Furttal ausgewählt, weil sie in ländlichen Gebieten ein grosses Potenzial sehen. «Ausserdem fährt hier eine S-Bahn. Deshalb können wir die verschiedenen Aspekte des öffentlichen Verkehrs sehr gut testen», sagt Matthias Rödter, Präsident von Swiss Transit Lab. Die Mobilitätsplattform ist verantwortlich für das Projekt «Iamo»; zusammen mit den Kantonen Zürich und Aargau und der SBB.
Wie viel kostet die Fahrt im Robotaxi? Die Grundtaxe für das Ticket kostet 4.70 Franken. Dazu kommt ein Preis pro Kilometer: 0.38 Franken. Da es sich um einen Pilotversuch handelt, ist das Angebot nicht ins System des öffentlichen Verkehrs integriert. Abonnements wie das Generalabo oder das Halbtax sind nicht gültig.
Wie sicher ist das autonome Auto? Beim Pilotversuch «Iamo» fahren die Autos zwar im regulären Verkehr, allerdings sitzt auf dem Fahrersitz eine Sicherheitsperson. Der Beifahrersitz bleibt frei – aus Sicherheitsgründen. Der Betrieb baut auf Tests auf, die seit dem Sommer 2025 durchgeführt wurden. Damals stand im Vordergrund, eine präzise Karte der Pilotregion zu erstellen. Im November 2025 erteilte das Bundesamt für Strassen (Astra) die Bewilligung für das automatisierte Fahren. Die Tests verliefen weitgehend reibungslos.
Wie steht es um Unfälle? Kürzlich kam es zu einem Unfall, bei dem Sachschaden entstand. Ein Auto war laut Mitteilung mit 20 km/h unterwegs und erkannte eine Bodenplatte nicht. Diese gehörte zu einem Tempo-30-Verkehrsschild. Beim Überfahren wurden Reifen des Autos beschädigt. Das Astra bestätigte, dass die anderen Autos sicher weiter betrieben werden können.
Wie geht es jetzt weiter? Das Projekt «Iamo» ist Ende 2024 gestartet und auf bis zu fünf Jahre ausgelegt. Bald sollen auch automatisierte Kleinbusse eingesetzt werden, die ohne Sicherheitsperson fahren können. Geschultes Personal würde diese dann aus der Ferne überwachen. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Freigabe des Astra. Die Autos werden weiterhin mit einer Sicherheitsperson unterwegs sein.
Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 24.9.2026, 12:03 Uhr ; ante;fise;wilh
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