Zurück zur Winterzeit – Kosten, Aufwand und Nutzen: Sechs Fakten zur Zeitumstellung

Am Wochenende stellen wir die Uhren eine Stunde zurück. Die Zeitumstellung kann den Rhythmus durcheinanderbringen und müde machen – mit wirtschaftlichen Folgen. Die Kosten für die Schweiz werden auf gut 100 Millionen Franken geschätzt. Diese Zahl ist aus Studien aus anderen Ländern abgeleitet. Sechs Fakten zu Kosten, Aufwand und Nutzen.
1. Unfälle und Arbeitsausfälle verursachen Kosten
Müdigkeit und Konzentrationsprobleme können Folgen haben, die über einen schwierigen Start in den Montag hinausgehen. Studien aus den USA zeigen nach der Zeitumstellung mehr Verkehrsunfälle, Herzinfarkte und Arbeitsausfälle. Ausfälle kosten. Und wer arbeitet, ist möglicherweise weniger konzentriert und dadurch weniger leistungsfähig.
2. Mehr Ablenkung am Arbeitsplatz
Auch am Arbeitsplatz kann sich Müdigkeit bemerkbar machen: Eine US-Studie zeigt, dass die Menschen am Montag nach der Zeitumstellung mehr im Netz surfen als sonst – sogenanntes «Cyberloafing», also «Cyberfaulenzen». Wer müde ist, kann sich weniger gut disziplinieren. Und das kann die Produktivität senken.
3. Anpassungen auf dem Bauernhof
Kühe richten sich nicht nach der Uhr. Auf Bauernhöfen bedeutet die Zeitumstellung deshalb teilweise zusätzlichen Organisationsaufwand. Manche Bauern und Bäuerinnen, die noch traditionell melken, verschieben die Melkzeiten um 10 bis 15 Minuten pro Tag, damit sich die Kühe daran gewöhnen können.
4. Wildtiere treffen auf Pendler
Auch Wildtiere behalten ihren natürlichen Rhythmus bei. Rehe und Hirsche orientieren sich am Sonnenstand. Fällt der Berufsverkehr nach der Umstellung stärker in die Dämmerung, steigt die Gefahr von Wildunfällen.
5. Längere Sommerabende bringen Umsatz
Die Sommerzeit kann Gastronomie und Tourismus zugutekommen. Weil es im Sommer abends länger hell bleibt, sind die Menschen länger unterwegs. Mit der Rückkehr zur Normalzeit – also der Winterzeit – fällt dieser Vorteil weg.
6. Energieersparnis bleibt gering
Ein wichtiges Argument für die Sommerzeit war das Energiesparen: Das Tageslicht sollte besser genutzt werden, damit abends weniger künstliche Beleuchtung nötig ist. Der Spareffekt fällt insgesamt jedoch gering aus und ist umstritten. Als wirtschaftliches Argument hat das Energiesparen deshalb an Gewicht verloren.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.