Hobby-Goldsucher macht spektakulären Fund

- Ein Hobby-Goldsucher hat im australischen Outback ein Nugget von über einem Kilogramm gefunden.
- Das Stück wiegt über 1200 Gramm, davon sind rund 940 Gramm reines Gold.
- Sein Wert liegt bei 85'000 bis 91'000 Franken, bei einem Verkauf an Sammler könnte er höher ausfallen.
Mehrere Tage lang suchte der Mann auf der Mount-Stuart-Station nahe Tibooburra in New South Wales nach Gold. Mitte Oktober wollte er gerade Schluss machen, als sein Metalldetektor ein Signal anzeigte. «Für ein so grosses Stück war das Signal nicht besonders stark. Aber als ich etwa 100 Millimeter tief war, kreischte das Gerät», sagt der Goldsucher, der anonym bleiben möchte, zu ABC News Australia. Kurz darauf sah er einen leuchtend gelben Punkt.
Das mit Quarz durchsetzte Nugget wiegt über 1200 Gramm, rund 940 Gramm davon sind reines Gold, wie es in dem Bericht weiter heisst. Zum aktuellen Goldpreis ist es 150'000 bis 160'000 australische Dollar (rund 85'000 bis 91'000 Franken) wert. Verkauft er es an einen Sammler, könnte der Preis laut ihm auf 200'000 Dollar (rund 114'000 Franken) steigen. Oft kehrt der Hobby-Goldsucher mit leeren Händen heim. «Man gräbt jede Menge Schrott aus: Bleikugeln, Nägel von früheren Goldsuchern, Hufeisen, alles Mögliche.»
«Weitergehen, weiterschwenken und jedes Signal ausgraben»
Seit rund 20 Jahren verkauft Greg Spangler Goldsucher-Ausrüstung. Und all die Jahre habe er erst eine weitere Person erlebt, die ein Nugget von über einem Kilo gefunden habe. «Im ‹Kilo Club› sind nicht viele Leute», sagt Spangler. Trotzdem locken die hohen Goldpreise immer mehr Leute an. Doch es gehe nicht nur ums Geld: «Man steht morgens auf und ist der Erste, der den Sonnenaufgang sieht. Es ist sehr friedlich», so Spangler gegenüber ABC News Australia.
Wie stehst du zu der Idee, selbst einmal auf Goldsuche zu gehen?
Rund um Tibooburra wird seit den späten 1880er-Jahren nach Gold gesucht. Auf dem Tibooburra Common ist die Suche derzeit verboten, bis Genehmigungen zu indigenen Landrechten vorliegen. Die Stationen Mount Stuart und Gumvale erlauben sie gegen eine Gebühr. Laut Spangler gibt es noch viel zu finden: «Jedes Mal, wenn es regnet, finden Leute Gold an Orten, an denen sie zuvor keines gefunden haben.» Der Finder hat für Neulinge nur einen Rat: «Weitergehen, weiterschwenken und jedes Signal ausgraben.»
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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