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Tuesday, October 27, 2026

Finnland und Norwegen wollen mit Putin um Frieden verhandeln

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Kreml hält sich bedeckt

Finnland und Norwegen wollen mit Putin um Frieden verhandeln

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit den Spitzenpolitikern Finnlands und Norwegens telefoniert. Die direkten Kontakte sind ein bemerkenswerter diplomatischer Schritt.

Publiziert: vor 9 Minuten

Kommt jetzt Bewegung in die Friedensverhandlungen? Kreml-Chef Wladimir Putin (74) hat mit Finnlands Präsident Alexander Stubb (58) und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (66) telefoniert. Das berichtet unter anderem das Nachrichtenportal «Politico».

Im Mittelpunkt stand Berichten zufolge die allgegenwärtige Frage, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden kann.

Seltene Kontakte mit europäischen Staatschefs

Die Gespräche sind ein bemerkenswert. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 sind direkte Kontakte Putins mit westlichen Staats- und Regierungschefs selten geworden. Zuletzt telefonierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) am 1. Juli 2025 mit Putin – erstmals nach fast drei Jahren Funkstille. Am 9. Mai 2026 empfing der Kreml-Chef den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico (62) in Moskau.

Auch mit US-Präsident Donald Trump (80) stand Putin mehrfach in Kontakt. Erst vergangene Woche empfing er Trumps Sondergesandten Steve Witkoff (69) in St. Petersburg.

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«Es braucht direkte Gespräche»

Den Telefonaten gingen intensive diplomatische Bemühungen voraus. Vergangene Woche trafen sich Stubb und Støre in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski (48) und Witkoff.

Dabei ging es unter anderem um Sicherheitsgarantien für die Ukraine, um Gebietsfragen und einen möglichen Waffenstillstand. Anschliessend reiste der US-Sondergesandte nach Russland, um die Vorschläge mit Putin zu besprechen.

«Das Gespräch war offen und substanziell», zitiert «Politico» Stubb nach dem Telefonat. «Wir sind Nachbarländer Russlands.» Der Ausgang dieses Krieges werde direkte Auswirkungen auf die Sicherheit einzelner Länder, wie etwa Finnland und Norwegen, und die Sicherheit Europas insgesamt haben. «Um den Krieg zu beenden, sind direkte Gespräche erforderlich», so Stubb weiter.

Wieder mehr Gespräche mit Europa

Stubb hatte bereits zuvor betont, dass Gespräche besser seien als Schweigen. Auch Støre fordert, dass Europa bei Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine mit am Tisch sitzen müsse. Gemäss «Politico» fanden die Gespräche in Abstimmung mit Kiew statt.

Ob die neuen direkten Kontakte tatsächlich einen Durchbruch bringen, bleibt indes offen. Klar ist aber: Nach Jahren der diplomatischen Eiszeit ist es wieder mehreren europäischen Spitzenpolitikern gelungen, direkt mit Putin zu sprechen.

Kreml mit allgemeiner Stellungnahme

Der Kreml wies unterdessen in einer allgemeinen Stellungnahme erneut darauf hin, dass eine Friedensregelung nur unter «vollständiger und bedingungsloser Berücksichtigung der legitimen Interessen der Russischen Föderation» erreicht werden könne. Erneut warf Moskau der EU und der Nato eine «konfrontative Politik» vor und wies zugleich auf die «eigentlichen Ursachen» des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine hin.

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