«Kann nicht sein, dass ...»: Thun-Verteidiger Bamert hebt trotz Sieg den Mahnfinger
«Kann nicht sein, dass ...»
Thun-Verteidiger Bamert hebt trotz Sieg den Mahnfinger
Trotz einer zwischenzeitlichen 4:1-Führung zittert Thun den Sieg gegen St. Gallen am Ende über die Zeit. Die Spieler sind zufrieden mit den drei Punkten, wissen aber auch, dass man sie beinahe noch hergegeben hat.
Publiziert: vor 11 Minuten
Darum gehts
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- Der FC Thun gewinnt 4:3 gegen St. Gallen in einem Krimi
- St. Gallen erzielte zwei späte Tore, Thun zitterte um den Sieg
- Jan Bamert mahnt vor weiterem Saisonverlauf, Konstanz müsse her
Andri BäggliRedaktor Sport
Der FC Thun musste für die drei Punkte in St. Gallen so richtig leiden. Mit 4:1 führten die Berner Oberländer, doch beinahe haben sie die drei Punkte aus der Hand gegeben. Das, weil die Espen erst zum Schluss hin ein Feuerwerk gezündet haben und noch auf 3:4 rangekommen sind.
«Wir mussten zittern. Wir wussten, dass St. Gallen gegen Ende immer noch mal aufdrehen kann», bilanziert Justin Roth nach dem Schlusspfiff in der Ostschweiz. Eine Kräfte-Frage sei es für ihn nicht gewesen: «Es war mehr im Kopf. Ein 4:1 gibt dir schon etwas Sicherheit, auch wenn es diese im Fussball nie gibt.»
Trotzdem ist der Mittelfeldspieler zufrieden mit der Leistung der Thuner: «Wir konnten endlich mal ein paar Tage trainieren. Das war auch für die neuen Spieler wichtig, dass sie die Abläufe verinnerlichen können, und das hat man heute gesehen – auch wenn wir am Ende ins alte Fahrwasser gekommen sind.»
Damit spricht der 25-Jährige einen wichtigen Punkt an. Denn während der ersten 70 Minuten hat die Spielweise sehr an die aus der Meistersaison erinnert. «Nach meiner Auswechslung habe ich Marco (Bürki, d. Red.) auch gesagt, dass wir heute unser Spiel auf den Platz gebracht haben.»
Verteidiger mahnt
Sein Teamkollege Jan Bamert freut sich ebenfalls über die drei Punkte: «Es war ein sehr wichtiger Sieg. Es tut gut, in St. Gallen zu spielen, es sind immer geile Spiele.» Sie seien aber selbst schuld, dass es am Ende noch zur Zitterpartie wurde, erklärt der Innenverteidiger. «Wir konnten vorn die Bälle nicht mehr halten und haben sie eingeladen, um Druck zu machen. Auch haben wir die Tore etwas gar leicht erhalten», so Bamert.
Trotzdem warnt der 28-Jährige davor, dass man jetzt nicht überschwänglich wird: «Ich habe schon nach dem Hinspiel gegen Reykjavik gesagt, dass der Sieg in der Art und Weise guttut. Es kann aber nicht sein und ist nicht das Ziel, dass wir drei Spiele unten durch müssen und schlecht spielen, nur um dann ein gutes zu zeigen.» Es brauche Konstanz, um in dieser Liga erfolgreich zu sein, und genau daran arbeite man, so der Verteidiger.
Genau das zeigt aber auch, dass die Thuner noch einiges an Arbeit vor sich haben. Weil durch die vielen Abgänge und die Doppelbelastung in der Europacup-Quali ist genau diese Konstanz abhandengekommen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 4 | 10 | 12 | |
2 | BSC Young Boys | 5 | 10 | 11 | |
3 | FC Basel | 5 | 3 | 10 | |
4 | FC St. Gallen | 4 | 1 | 7 | |
5 | FC Sion | 4 | 1 | 6 | |
6 | FC Thun | 4 | -5 | 6 | |
7 | FC Zürich | 5 | -5 | 6 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 5 | -1 | 5 | |
9 | FC Luzern | 5 | -4 | 5 | |
10 | Servette FC | 4 | -1 | 4 | |
11 | FC Vaduz | 5 | -2 | 3 | |
12 | Grasshopper Club Zürich | 4 | -7 | 1 |
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