«Happy Day» baut für ihn um – Ein neues Schlafzimmer für Stephan nach dem Tod seiner Frau

Vor vier Jahren wird die Familie Düdli von einem schweren Schicksalsschlag getroffen. An einem ganz gewöhnlichen Märztag legt sich Gaby nach dem Mittagessen aufs Sofa und reagiert plötzlich nicht mehr. Sie erleidet einen Herzstillstand und stirbt völlig unerwartet. Zurück bleiben ihr Ehemann Stephan und die acht gemeinsamen Kinder, die zum Teil den Verlust bis heute nicht verarbeitet haben.
Aus Sehnsucht nach seiner Frau hat Stephan vieles unverändert gelassen: Ihre Kleider hängen noch immer im Schrank, und auch das gemeinsame Schlafzimmer wirkt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Tochter Anna wendet sich deshalb an «Happy Day». Mit einem Umbau des Schlafzimmers möchte sie ihrem Vater helfen, nach vorn zu blicken, und ihm eine ganz besondere Überraschung bereiten.
1993 kann das Paar das Haus von Gabys Eltern in Uzwil SG übernehmen. Mit acht Kindern braucht die Familie viel Platz und über die Jahre investiert Stephan jeden verfügbaren Franken in den Umbau des Hauses. Er renoviert die Kinderzimmer, erneuert die Böden und gestaltet den Garten um. Nur einen Raum fasst er nie an: das Schlafzimmer. «Das Zimmer von Gaby und mir müsste ich irgendwann noch renovieren», sagt Stephan immer wieder im Verlauf der Jahre. Doch dazu kommt es nie. Noch heute stammen der Teppich und die Einbauschränke von seinen Schwiegereltern.
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Bild 1 von 5. Stephan renoviert das Haus, nachdem die Familie es 1993 übernommen hat. Bildquelle: Privat / Stephan Düdli.
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Bild 2 von 5. Vier Jahre nach Gabys Tod liegen ihre Kleider und persönlichen Gegenstände noch immer im Schlafzimmer. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 5. Im Schlafzimmer ist Gaby noch immer überall präsent. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 5. Noch heute stehen im Schlafzimmer die Schränke, die einst ihren Eltern gehörten. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 5. Stephan brachte es nicht übers Herz, Gabys Kleider auszusortieren. Bildquelle: SRF.
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Stephans Kinder setzen alles daran, ihrem Vater Freude am Leben zu schenken. Gemeinsam bringen sie den Garten auf Vordermann und vergrössern die Vogelvoliere, die für Stephan zu einem wichtigen Rückzugsort geworden ist und ihm besonders viel Freude bereitet. Doch die jüngste Tochter Anna spürt, dass vor allem das Schlafzimmer für ihren Vater eine emotionale Belastung bleibt. Zudem fehlen der Familie die finanziellen Mittel für eine Renovation.
Zusammen mit Architekt Andrin Schweizer und Moderatorin Kiki Maeder von «Happy Day» überrascht das Umbau-Team Stephan mit einer umfassenden Neugestaltung des Schlafzimmers und des angrenzenden Badezimmers.
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Bild 1 von 8. Stephan und Tochter Anna sind fassungslos: «Ich hätte niemals gedacht, dass man unser Zimmer so schön machen könnte.». Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 8. Das Zimmer ist zwar hell, wirkt mit seinen niedrigen Decken aber etwas gedrungen. Architekt Andrin Schweizer entfernt die teils bis zu 70 Jahre alten Möbel, reisst den Teppichboden heraus und gestaltet den Raum mit einem neuen Anstrich komplett neu. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 8. Das neu gestaltete Zimmer soll ein Ort sein, an dem sich Stephan wohlfühlt und zur Ruhe kommen kann. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 8. Die Erinnerungen an Gaby sind nicht verschwunden: Eine Bilderwand hält sie im Raum präsent. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 8. An der hinteren Wand lässt Andrin Schweizer eine Stofftapete anbringen. Sie verleiht dem Raum Wärme und schafft eine angenehme Atmosphäre. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 8. Im Badezimmer direkt neben dem Schlafzimmer konnte Stephan nicht mehr duschen, weil ihm das Ein- und Aussteigen aus der Badewanne zunehmend schwerfiel. Die Wanne wurde deshalb mit der Zeit zur Abstellfläche. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 8. Kaum wiederzuerkennen: Mit dem Übergang von blauen zu weissen Wandplatten schafft Andrin Schweizer einen Horizont, der das Badezimmer grösser wirken lässt. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 8. «Ich finde die Stimmung im Raum sehr schön, und ich habe das Gefühl, dass mein Mami immer noch da ist. Ich glaube, es gefällt meinem Vater so gut, dass wir ihn kaum mehr zu Gesicht bekommen werden», so Anna. Bildquelle: SRF.
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Stephan kann seine Freude über das neue Schlaf- und Badezimmer kaum in Worte fassen. «Ich wusste, dass das Zimmer längst hätte renoviert werden müssen, aber ich habe es einfach nicht geschafft», sagt er. Seine Sorge, mit dem Umbau könnte auch die Erinnerung an Gaby verblassen, hat sich nicht bewahrheitet.
Im Gegenteil: Er habe heute sogar das Gefühl, ihr näher zu sein als zuvor. Das gebe ihm neue Kraft und Zuversicht. Die Überraschung von «Happy Day» habe ihn tief berührt: «Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas noch erleben darf.»
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