Hund schnüffelt an Feuersalamander – Minuten später stirbt er

- Ein einjähriger Hund starb in Österreich nach Kontakt mit dem Gift eines Feuersalamanders.
- Das Hautsekret der Amphibien enthält ein Nervengift, das besonders für kleine Hunde gefährlich ist.
- Bei Vergiftungserscheinungen wie Krämpfen oder Erbrechen sollten Hundehaltende sofort einen Tierarzt kontaktieren.
Ein Spaziergang im österreichischen Burgenland endete für einen English Springer Spaniel tödlich. Der einjährige Hund hatte im Wald im Laub gestöbert und begann kurz darauf zu krampfen. Der Todeskampf dauerte rund eine Viertelstunde. Das Tier konnte nicht mehr gerettet werden.
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Kurz darauf entdeckten die Hundehaltenden an der Schnüffelstelle einen toten Feuersalamander (Salamandra salamandra). Beim Schnüffeln war der Spaniel offenbar mit dessen Gift in Kontakt gekommen. Der Obduktionsbericht bestätigte das später, wie die «Kronen Zeitung» schreibt. Der Zeitung zufolge sterben in Österreich jährlich bis zu 30 Hunde nach Begegnungen mit Feuersalamandern.
Kleine Hunde besonders gefährdet
Die Amphibien besitzen Hautdrüsen, über die sie bei Bedrohung ein milchiges Sekret absondern, das Salamandrin enthält: ein sogenanntes Steroid-Alkaloid und Nervengift. Bei Menschen verursacht dieses nur ein unangenehmes Brennen auf der Haut, in seltenen Fällen führt es auch zu Übelkeit. Doch für Tiere ist es giftig, so der WWF Basel. Vor allem «für kleine Hunde kann das schon problematisch sein», zitiert «Der Standard» den Tierarzt und Gifttierexperten Nils Kley. Für einen kleinen Chihuahua sei es natürlich gefährlicher als für eine grosse Dogge. Gefährlich werde es, wenn ein Hund einen Salamander ins Maul nimmt oder hineinbeisst und dadurch mit mehr Gift in Kontakt kommt.
Warnzeichen
Nicht immer bekommen Hundehaltende mit, wo ihre Vierbeiner ihre Nase gerade hineinstecken. Deshalb gilt es, nach Warnzeichen Ausschau zu halten: Nach Kontakt mit dem Feuersalamandergift können Speicheln, Würgen oder Erbrechen, Zittern und Krämpfe, ein unsicherer Gang, Schwäche, Bewusstseinsstörungen oder Atemprobleme auftreten, wie die «Bild» schreibt. Dann müsse sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik angerufen werden.
Wusstest du, dass Feuersalamander für Tiere gefährlich sein können?
Salamander nicht berühren
Wer mitbekommt, dass das eigene Tier einen Salamander im Maul hat, sollte Hund und Amphibie umgehend voneinander trennen. Jedoch nicht mit blossen Händen, so Kley. Aus Selbstschutz, aber auch um der Amphibie willen: Ihre Haut sei mit einer Schleimschicht geschützt. Wer ein solches Tier mit trockenen Händen anfasse, könne diese wichtige Schutzschicht beschädigen, so der Experte. Am besten befördere man einen Feuersalamander berührungsfrei in ein geeignetes Gefäss oder nutze angefeuchtete Einweghandschuhe. Sind solche nicht zur Hand, tun es auch Textilien.
Zwei Arten Salamander in der Schweiz
In der Schweiz kommt neben dem Feuersalamander auch der Alpensalamander (Salamandra atra) vor. Auch in seinem Sekret finden sich laut Vetpharm.uzh.ch die giftigen Steroid-Alkaloide, allerdings mit vier bis fünf Milligramm pro Tier weniger als beim Feuersalamander, der es auf 17 bis 24 Milligramm pro Tier bringt.
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