1612 Franken für Nussgipfel: Bäckerei streicht Trinkgeldfrage

Eigentlich wollte sich die Seniorin Ende Juli nur einen Nussgipfel bei Bakery Bakery am Hauptbahnhof Winterthur holen. Zwei Wochen später entdeckte eine Beraterin von Pro Senectute auf ihrem Konto eine Abbuchung über 1612.14 Franken. Wie der «Beobachter» zuerst berichtete, hatte die Frau beim Kartenzahlen offenbar ihren PIN dort eingegeben, wo ein frei wählbarer Trinkgeldbetrag verlangt wurde.
Wie sollte Trinkgeld beim Bezahlen in der Schweiz am besten geregelt sein?
Der ungewöhnlich hohe Betrag fiel auch der Bäckerei zunächst nicht auf. Wegen eines technischen Problems war die Zahlung laut Bakery Bakery weder im Kassensystem noch auf dem Konto des Unternehmens aufgetaucht. Ende August erhielt die Seniorin ihr Geld zurück. Der Fall wurde danach auch von mehreren ausländischen Medien aufgegriffen.
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Trinkgeldfrage verschwindet in mehreren Filialen
Jetzt zieht Bakery Bakery Konsequenzen. Gegenüber Nau.ch erklärt das Unternehmen, die Trinkgeldfunktion am Kartenterminal künftig auf Quartierfilialen mit Sitzplätzen und Brunch-Angebot zu beschränken. An stark frequentierten Bahnhof-Standorten soll beim Kartenzahlen nicht mehr nach Trinkgeld gefragt werden. In der neuen Filiale am Bahnhof Bern war die Funktion bereits vorher deaktiviert.
Wer dem Team etwas geben möchte, kann Bargeld ins Trinkgeldglas werfen. Auch damit hat die Bäckerei allerdings ein Problem: Laut Bakery Bakery werden die Gläser immer wieder geklaut.
Wo gibst du gerne Trinkgeld und wo eher nicht?
Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.
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