Abstimmungen Baselland – Mehrwert: Klarer Nein-Trend zu Initiative und Gegenvorschlag

- Nach Auszählung von 66 der 86 Gemeinden zeigt sich ein deutlicher Trend zur Vorlage der Mehrwertabgabe.
- Initiative und Gegenvorschlag werden klar abgelehnt.
- Bei der Initiative liegt der Nein-Stimmen-Anteil derzeit bei 68 Prozent, beim Gegenvorschlag bei 57 Prozent.
Bei den Mehrwertabgaben bleibt im Kanton Baselland alles beim Alten. Dies zeigen die Resultate aus den bisher ausgezählten Gemeinden. Abgestimmt wurde über eine Initiative des Hauseigentümerverbands HEV und über einen Gegenvorschlag des Parlaments.
Ein Planungsmehrwert entsteht, wenn Land durch einen Entscheid der Gemeinde oder des Kantons an Wert gewinnt. Dies zum Beispiel, wenn aus der Industriezone eine Wohnzone wird. Bund und Kantone können einen Teil dieses Mehrwerts abschöpfen.
Auf-, Um-, Einzonungen – was ist das?
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Einzonung
Von einer Einzonung spricht man, wenn Land neu zur Bauzone wird. Auf einem bisher nicht bebaubaren Grundstück darf dadurch künftig gebaut werden. Das Land gewinnt dadurch oft an Wert.
Umzonung
Bei einer Umzonung erhält ein Grundstück eine andere Nutzung. Beispielsweise wird eine Industriezone in eine Wohnzone umgewandelt. Auch dadurch kann der Wert eines Grundstücks steigen.
Aufzonung
Von einer Aufzonung spricht man, wenn auf einem Grundstück dichter oder höher gebaut werden darf als bisher, etwa wenn statt drei neu fünf Stockwerke erlaubt sind. Dadurch erhöht sich in der Regel ebenfalls der Wert des Bodens.
Die Initiative verlangte, dass eine Mehrwertabgabe nur bezahlt werden muss, wenn das Grundstück bei einer Umzonung stark an Wert gewinnt. Die Abgaben sollten nach dem Willen des HEV tief gehalten werden. Konkret: 20 Prozent bei Einzonungen, höchstens 30 bei Umzonungen. Bei Aufzonungen, also bei einer Verdichtung, sollte ganz auf eine Abgabe verzichtet werden.
Der Gegenvorschlag wollte indes, dass auch bei Aufzonungen eine Abgabe fällig wird. Einnahmen aus Um- und Aufzonungen sollten zu 90 Prozent an die Gemeinden und zu 10 Prozent an den Kanton gehen.
SVP, FDP und HEV waren für die Initiative. FDP, Mitte, Regierung und Landrat sprachen sich für den Gegenvorschlag aus. SP, Grüne, GLP und EVP lehnten beides ab.
Abstimmungsdossier
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Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.
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