Trump erklärt Oval Office zu Nationaldenkmal – das steckt dahinter

«Niemand darf es zerstören»
Trump erklärt Oval Office zu Nationaldenkmal – das steckt dahinter
Erst vergoldete Donald Trump das Oval Office, nun will er es vor Umbauten schützen. Per Exekutivanordnung erklärt er den Raum zum Nationaldenkmal.
Publiziert: vor 11 Minuten
- Donald Trump stellt das Oval Office per Dekret unter Denkmalschutz und will Umbauten begrenzen lassen
- Nachfolger dürfen die Einrichtung weiter bestimmen, aber Form nicht ändern lassen
- Im Ostflügel entstehen ein Ballsaal mit drohnensicherem Dach und Bunker in Militärqualität
Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk
US-Präsident Donald Trump (80) nutzt das Oval Office im Westflügel des Weissen Hauses intensiv als sein zentrales Arbeitszimmer. Während seiner zweiten Amtszeit hat er es sich ganz nach seinem Geschmack gemütlich gemacht: Die Wände, Türrahmen und der Kamin sind übersät mit goldenen Ornamenten. Nun stellte Trump den Raum per Dekret unter Denkmalschutz.
Die Exekutivanordnung soll zukünftige Präsidenten daran hindern, bestimmte Umgestaltungen am Oval Office vorzunehmen. «Wir machen es zu einem Nationaldenkmal, und es wird niemandem erlaubt sein, es anzufassen, zu zerstören oder von dummen Leuten abreissen zu lassen, um an seiner Form auch nur die kleinsten Änderungen vorzunehmen», gab Donald Trump am Donnerstag vor Reportern bekannt. Zwar sollen seine Nachfolger das Mobiliar und die Teppiche weiterhin nach eigenem Ermessen austauschen dürfen, die bauliche Hülle sowie die fest installierten Ornamente sollen jedoch unverändert bleiben.
Rechtliche Hürden und historische Präzedenzfälle
Historisch gesehen obliegt die Verwaltung des Weissen Hauses als Bundesdenkmal dem National Park Service in enger Abstimmung mit dem Committee for the Preservation of the White House. Dieses 1964 von Lyndon B. Johnson geschaffene Gremium berät den Präsidenten und die First Lady bei der Pflege der historischen Räume, besitzt im Westflügel jedoch weniger strikte Vorgaben.
Trumps eigene gestalterische Vorlieben sorgten zuletzt im Rahmen der Zwischenwahlen für Gesprächsstoff. Dies, nachdem der ehemalige Präsident Barack Obama meinte, es sehe im Weissen Haus mittlerweile so aus, «als ob Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet hätte». Trump-Befürworter verteidigen das Interieur hingegen als Ausdruck von Stärke.
Umfangreiche Bauarbeiten am Ostflügel
Dabei änderte Trump bislang weit mehr als nur die Innendekoration. Der Ostflügel, auf der anderen Seite des Gebäudes, ist bereits seit Oktober vergangenen Jahres eine Baustelle. Wie der «Guardian» berichtet, äusserte sich Präsident Trump am Mittwoch detailliert über die Arbeiten und deutete an, dass der neue Ballsaal, der mit einem «drohnensicheren» Dach ausgestattet ist und zudem über einen Bunker in Militärqualität verfügt, bald eröffnet werden solle.
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