255 Euro Strafe: Ronaldo muss Mini-Summe bezahlen

- Cristiano Ronaldo wird vom portugiesischen Verband FPF für 30 Tage gesperrt und muss 255 Euro zahlen.
- Der 41-Jährige hatte das Nationalteam-Treffen im September abrupt verlassen.
- Bis zum Entscheid im Disziplinarverfahren war er vorläufig gesperrt.
Nun herrscht Klarheit bezüglich des Strafmasses gegen Cristiano Ronaldo. Nachdem der 41-jährige Stürmerstar das letzte Treffen der portugiesischen Nationalmannschaft im vergangenen September abrupt verlassen hatte, war er vom portugiesischen Fussballverband (FPF) bis zur endgültigen Entscheidung im eingeleiteten Disziplinarverfahren vorläufig gesperrt worden.
Am Montagabend gab die FPF die endgültige Strafe bekannt: Der fünffache Weltfussballer wird für 30 Tage gesperrt und muss eine Geldstrafe von 255 Euro (umgerechnet derzeit rund 236 Schweizer Franken) zahlen. Eine Strafe, die er angesichts eines kolportierten Jahresgehaltes von 208,4 Millionen Euro (193 Millionen Schweizer Franken) pro Jahr verschmerzen dürfte.
Cristiano Ronaldo: Rückkehr ins Nationalteam offen
Möglich macht die Strafe gegen Ronaldo eine Verbandsklausel: Wer das Teamcamp unerlaubt verlässt, wird gemäss den internen Regeln automatisch zunächst gesperrt. Der Disziplinarausschuss des portugiesischen Verbandes berief sich auf Artikel 160 des Disziplinarreglements, um dem Captain der Seleção besagte Strafe aufzuerlegen. Möglich gewesen wäre sogar eine Sperre von bis zu sechs Monaten.
Wie findest du die Strafe gegen Cristiano Ronaldo wegen seines Abgangs vom Nationalteam?
Ronaldo selbst hatte bereits wenige Tage nach seinem abrupten Abgang aus dem Nationalteam erklärt, eine allfällige Strafe zu akzeptieren. Mit der einmonatigen Sperre verpasst Ronaldo automatisch auch die Nations-League-Partien gegen Dänemark und Wales. Ob und wie der Superstar nochmals für Portugal auflaufen wird, scheint derzeit offen.
Zwist mit Jesus als Auslöser für Abgang
Auslöser des Eklats war Ronaldos Frust über seine sportliche Rolle unter Trainer Jorge Jesus, der ihn beim 2:1 gegen Norwegen auf die Bank setzte und ohne Einsatz aufwärmen liess. «Ich wärmte mich ab der Halbzeit auf, sah die Minuten verstreichen und wurde nicht gerufen. Der Trainer hatte sein Wort gebrochen», liess der egozentrische Superstar hinterher auf Social Media verlauten.
Danach kam es laut Ronaldo zu einer Aussprache, bei der Vereinbarungen gemacht wurden, die erneut nicht eingehalten worden sein sollen. Darum sei er abgereist, «ohne auf ein weiteres gebrochenes Versprechen zu warten».
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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