Deutscher Extremsportler stirbt nach Wildtier-Kollision im Wald

Darum gehts
- Der deutsche Ultra-Radsportler Max Riese (36) ist auf der Rossfeld-Panoramastrasse bei Berchtesgaden tödlich verunglückt.
- Nach Polizeiangaben kollidierte er mit einem Wildtier – auf seinem Trikot wurden Tierhaare gefunden.
- Riese war in der Ultra-Cycling-Szene eine bekannte Grösse und hatte im Mai das Hellenic Mountain Race über rund 900 Kilometer gewonnen.
Tragisches Ende einer beeindruckenden Karriere: Max Riese verunglückte am Dienstagabend in einem Waldgebiet auf der Rossfeld-Panoramastrasse bei Berchtesgaden tödlich. Eine Autofahrerin entdeckte den schwer verletzten Radfahrer und alarmierte die Rettungskräfte. Doch für Riese kam jede Hilfe zu spät.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei dürfte der Extremsportler während der Fahrt mit einem Wildtier kollidiert sein. Auf seinem Trikot wurden Tierhaare gefunden. Ob es tatsächlich ein Hirsch war, ist noch nicht abschliessend geklärt. Ein Jäger suchte nach dem Tier, konnte es bislang aber nicht finden. Ein Sachverständiger soll den genauen Unfallhergang klären.
Die Wucht des Unfalls soll enorm gewesen sein. Riese dürfte bergab unterwegs gewesen sein, als es zur Kollision kam. Sein Rennrad wurde dabei schwer beschädigt. Die Rossfeld-Panoramastrasse gilt mit ihren steilen Passagen und zahlreichen Kurven als beliebte Trainingsstrecke für Rennradfahrer.
Einer der Besten im Ultra-Radsport
Riese war in der internationalen Ultra-Cycling-Szene eine bekannte Figur mit Strahlkraft. Erst im Mai feierte er einen seiner grössten Erfolge: Er gewann das Hellenic Mountain Race in Griechenland. Die Strecke ist rund 900 Kilometer lang und weist etwa 30’000 Höhenmeter auf. Im August fuhr Riese beim Silk Road Mountain Race in Kirgistan auf den zweiten Platz.
Für Aufsehen sorgte Riese auch im vergangenen Jahr mit einer aussergewöhnlichen Leistung am Salzburger Gaisberg. Beim sogenannten «Dreifach-Everesting» fuhr er den Berg 95-mal hinauf und wieder hinunter. Dabei sammelte er rund 26’553 Höhenmeter und war etwa 37 Stunden unterwegs.
«Unersetzliche Lücke»
Sein Tod sorgt in der Ultra-Cycling-Szene für grosse Bestürzung. Das von Riese mitgegründete Radsport-Unternehmen GravGrav schrieb in einer Abschiedsbotschaft, er hinterlasse eine «unersetzliche Lücke».
Besonders hervorgehoben wurde dabei nicht nur seine sportliche Klasse, sondern auch seine Bedeutung für die Community.
Die Ermittlungen zum tödlichen Unfall laufen weiter.
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Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.
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