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Wednesday, October 7, 2026

Premiere am Ironman Hawaii – Julie Derron: Bereit für den Heiligen Gral

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Den Traum von einer Olympia-Medaille hat sich Julie Derron bereits erfüllt. In Paris gewann die 30-jährige Triathletin 2024 Silber. Ausgeträumt hat sie deswegen nicht. Mit der Teilnahme am Ironman Hawaii stösst sie am Samstag in neue Gefilde vor.

«Im Triathlon sind die Olympischen Spiele und der Ironman Hawaii die zwei grossen Aushängeschilder, die grössten Wettkämpfe, die unser Sport hat», sagt Derron, die bereits seit zwei Wochen auf Big Island weilt. «In Hawaii irgendwann einmal auf dem Podest zu stehen, wäre definitiv ein Traum.»

Erst der vierte Ironman

Die Zürcherin hat sich in den letzten Jahren vermehrt auch den grösseren Distanzen gewidmet. Und das erfolgreich. Im Sommer gewann sie den Ironman Switzerland und löste in 8:42:40 Stunden Daniela Ryf als Streckenrekord-Halterin ab. Im September holte sie an der Ironman-70.3.-WM die Silbermedaille. «Das war ein Riesenmeilenstein», sagt Derron über den Erfolg in Nizza.

Man fährt 60 km auf einer Strasse, ohne einmal abzuzweigen. Es wird mental sicher eine Herausforderung dort dranzubleiben und nicht abzuschweifen.

Ihr ist durchaus bewusst, dass der Ironman auf Hawaii noch einmal eine andere Nummer ist. Eine Art Heiliger Gral. Wer auf Big Island gewinnen will, muss nicht nur die grossen Distanzen bewältigen (3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42 km Laufen), sondern auch die klimatischen Herausforderungen meistern: Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit, Wind.

Hinzu kommt, dass Derron erst drei Wettkämpfe über die Ironman-Distanz bestritten hat. «An und für sich weiss ich, dass ich diese Strecke schaffe, aber es ist halt die Frage wie schnell und wie oft ich mich zurückkämpfen muss», so die 30-Jährige.

Monotonie als Herausforderung

Respekt hat sie insbesondere vor der Radstrecke. Die Monotonie wird mental herausfordernd. «Man fährt 60 km auf einer Strasse, ohne einmal abzuzweigen. Es wird mental sicher eine Herausforderung dort dranzubleiben und nicht abzuschweifen», so Derron. Sie werde gut mit sich reden und sich immer wieder in den Moment zurückholen müssen.

Tipps konnte Derron auch von ihrer Schwester Nina abholen, die schon zweimal den Ironman auf Hawaii bestritt, dieses Jahr aber verletzt passen muss. «Nächstes Jahr schaffen wir es hoffentlich gemeinsam», sagte Derron, nachdem sie letztes Jahr verletzungsbedingt kurzfristig auf einen Start verzichten musste.

Ein konkretes Ziel, was ihre Rangierung betrifft, will die Schweizerin nicht ausgeben. Ihr geht es bei ihrer Premiere vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. «Nächstes Jahr will ich wiederkommen und von diesen profitieren. Und irgendwann natürlich vorne mitlaufen.»

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