Jetzt wirds richtig teuer!: Hier kostet der Liter Diesel so viel wie noch nie – fast 2.50 Franken
Jetzt wirds richtig teuer!
Hier kostet der Liter Diesel so viel wie noch nie – fast 2.50 Franken
Die Folgen des Iran-Kriegs schlagen an Schweizer Tankstellen voll durch. Vielerorts kostet der Liter Diesel deutlich mehr als zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022. An Zapfsäulen in Winterthur ZH und Altdorf UR gibts den Liter aktuell für 2.47 Franken – Allzeitrekord.
Publiziert: vor 15 Minuten
Aktualisiert: vor 6 Minuten
Darum gehts
KI-generiert, redaktionell geprüft
- Dieselpreise in der Schweiz erreichen mit 2.47 Franken/Liter ein Rekordhoch
- Ein VW T6-Tank kostet bei 70 Litern aktuell 172.90 Franken
- TCS meldet Diesel-Durchschnittspreis von 2.38 Franken
Patrik BergerRedaktor Wirtschaft
Die Schweizer Spritpreise spielen wegen der Folgen des Iran-Krieges verrückt! Gestern Dienstagabend hat der Liter Diesel an mehreren Tankstellen im Raum Winterthur ZH das Allzeithoch von 2022 – der Diesel hat damals 2.40 Franken gekostet – geknackt. So fliesst der Diesel etwa an der Shell-Tankstelle an der Zürcherstrasse in Winterthur für 2.47 Franken pro Liter durch den Tankschlauch – und ist damit so teuer wie noch nie. Selbst im März 2022 – kurz nach Ausbruch des Ukraine-Krieges – hat der Diesel dort «nur» 2.38 Franken gekostet.
Ein Blick auf den TCS-Benzinpreis-Radar zeigt, dass die Winterthurer Tankstellen keine Ausreisser sind. Auch in Zürich-Leimbach kostet der Liter Diesel bei BP 2.47 Franken. Ebenso bei Migrol in Altdorf UR. Bei Eni in Niederuzwil SG sind es noch 2.45 Franken. Bei Socar in Domat/Ems GR gibts den Liter Diesel für 2.44 Franken. Ebenfalls 2.44 Franken kostet der Diesel bei Coop Pronto in Kriens LU.
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Dieser kurze Vergleich zeigt: Das Allzeithoch von 2.40 Franken wird in weiten Teilen des Landes übertroffen. Der TCS kommt in seiner neusten Spritpreiserhebung auf einen Diesel-Durchschnittspreis von 2.38 Franken. Das sind 8 Rappen mehr als vor Wochenfrist.
172.90 Franken für eine Tankfüllung
Diese Preise dürften so manchem Autofahrer wehtun. Konkretes Beispiel: Ein Familienvater, der seinen VW-T6-Büssli mit TDI-Motor volltankt, lässt bei einem Tankvolumen von 70 Litern mal eben 172.90 Franken liegen.
Und: Die Preise dürften in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter steigen. Denn ein Ende des Konfliktes im Nahen Osten ist nicht in Sicht. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz übernimmt mehr und mehr die Kontrolle über das Rote Meer. Und auch über die Meerenge Bab al-Mandab. Dadurch ist nicht mehr nur der Öltransport durch die Strasse von Hormus, sondern auch jener durch das Rote Meer gefährdet.
Die Folge: Das Fass Rohöl der Sorte Brent kostet konstant über 107 Dollar. «Gleichzeitig sind die Raffineriekapazitäten im Nahen Osten eingeschränkt wegen Angriffen und Benzinraffinerien können nicht rasch auf Diesel umstellen», sagt TCS-Sprecher Marco Wölfli zu Blick. Für den Experten ist klar: «Der Preis dürfte weiter hoch bleiben.»
Dieselfahrer sind die Dummen
Auch Bleifrei 95 ist derzeit so richtig teuer. Bei Shell an der Schaffhauserstrasse in Winterthur ZH kostet der Liter aktuell 2.14 Franken. Er liegt damit aber noch deutlich unter dem Allzeithoch von 2.31 Franken. Dieselfahrer treffen die kletternden Ölpreise also besonders stark. Warum?
Diesel gilt als «universeller Energieträger». Das bedeutet: Benzin kommt fast nur im Privatverkehr zum Einsatz. Beim Diesel aber ist das anders. Er wird auch in der Landwirtschaft, in der Bauwirtschaft und im Gütertransport benötigt. In manchen Ländern kommt er sogar in der Stromproduktion zum Einsatz. Das macht den Diesel auf dem Weltmarkt entsprechend begehrt – und teuer. Pech für alle, die einen Diesel vor dem Haus stehen haben.
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