Berner Ex-Model wirft Trump erstmals öffentlich Vergewaltigung vor

Brisanter Epstein-Bericht kurz vor den US-Wahlen
Berner Ex-Model wirft Trump erstmals öffentlich Vergewaltigung vor
Schwere Vorwürfe acht Tage vor den US-Wahlen: In einem Bericht der Demokraten wirft das Berner Ex-Model Beatrice Keul (56) Donald Trump (80) erstmals öffentlich Vergewaltigung vor. Gegenüber Blick erklärt sie, warum sie diesen Vorwurf erst jetzt öffentlich macht.
Publiziert: vor 15 Minuten
Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst
Acht Tage vor den US-Kongresswahlen legen die Demokraten einen brisanten Epstein-Bericht vor. Darin erhebt das Berner Ex-Model Beatrice Keul (56) erstmals öffentlich einen Vergewaltigungsvorwurf gegen Donald Trump (80).
Der am Montag veröffentlichte Bericht der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses dokumentiert Aussagen von elf Frauen. Fünf werfen Trump Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe in Jeffrey Epsteins (1953-2019) Umfeld vor.
Trump und der Ex-Modelagent Paolo Zampolli (56), bis vor Kurzem sein Sondergesandter für globale Partnerschaften, könnten Epsteins Mitverschwörer gewesen sein, folgern die Demokraten. «Trumps Justizministerium scheint diese Verbrechen zu vertuschen, um den Präsidenten zu schützen», sagt Ausschuss-Demokrat Jamie Raskin (63). Der Bericht stammt von der Minderheitsfraktion, nicht vom ganzen Ausschuss. Der Zeitpunkt ist pikant: Am 3. November geht es um die Mehrheit im Kongress.
Zum Schweigen gedrängt
Laut dem Bericht sagte Keul, Trump habe sie im November 1993 während seines Schönheitswettbewerbs «The American Dream Pageant» im New Yorker Plaza Hotel vergewaltigt. Zuvor habe er ihr ein US-Visum und einen Studienplatz versprochen. Epstein habe sich als «Dons bester Freund» vorgestellt. Nach der Tat habe Trump sie zum Schweigen gedrängt, später in der Schweiz angerufen und seine Angebote erneuert.
Als Keul im Dezember 2025 mit Blick sprach, sagte sie, Trump habe sie geküsst und begrapscht. Sie deutete eine versuchte Vergewaltigung an. Der «New York Times» sagte Keul wenige Tage später, sie halte wegen anonymer Drohungen Details zurück. Gefragt, ob sie Trump nun zum ersten Mal vollzogene Vergewaltigung vorwerfe, bestätigte Keul am Montag gegenüber Blick: «Öffentlich, ja.»
«Transparenz schaffen»
Mehrere Medien, erklärt Keul, seien von Trump verklagt worden und hätten kein Risiko mehr eingehen wollen. Einige hätten ihr gesagt, man müsse «sanft» beginnen. Ihre Aussage sei «wegen Trumps Macht und Diktatur» teilweise zensiert worden. Der Ausschuss sei nun bereit, «ein für alle Mal Transparenz zu schaffen». Laut den Demokraten stützen Aussagen weiterer Personen, die beim Wettbewerb dabei waren, ihre Darstellung.
Keul betont, es gehe nicht nur um sie: Es gebe noch «all die anderen Opfer, Überlebenden und Zeugen».
Bewiesen ist nichts. Trump bestreitet alle Vorwürfe und wurde im Fall Epstein nie angeklagt. Eine Reaktion des Weissen Hauses lag zunächst nicht vor.
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