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Thursday, October 15, 2026

Klimakosten bis 2060 – Der Klimawandel kostet Milliarden – für Wintersport wirds teuer

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Der Bund hat in einer umfangreichen Studie berechnen lassen, welche Kosten der Klimawandel in der Schweiz bis 2060 verursacht. Konkret haben die Autorinnen und Autoren drei verschiedene Szenarien angeschaut: eines, in dem die Staaten konsequent Klimaschutz betreiben, ein mittleres, in dem sie moderate Massnahmen ergreifen, und eines, in dem sie die Temperaturen praktisch ungebremst steigen lassen.

Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu)

In jedem dieser Szenarien seien anschliessend fünf Klimarisiken evaluiert worden, erklärt Raphael Bucher, Leiter Klimapolitik beim Bundesamt für Umwelt Bafu: «Wir haben die für die Schweiz relevantesten Risiken genommen. Das sind vor allem Hitzebelastung und Trockenheit.» Dazu kommen die steigende Schneefallgrenze, Starkniederschläge sowie Sturm- und Hagelereignisse.

Das heisst wiederum: Die Studie umfasst zwar die wichtigsten, aber nicht alle Risiken, die der Klimawandel mit sich bringt. Hinzu kommt, dass die Forschenden keine Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Risiken modelliert haben. «Es kann gut sein, dass sich Risiken gegenseitig verstärken. Das kann die Studie nicht abdecken», sagt Bucher.

Entsprechend seien die Kosten, die der Klimawandel insgesamt in der Schweiz verursacht, wohl deutlich höher als die Studie vermuten lassen könnte, räumt Bucher ein.

Milliardenschäden im Wintersport

Konkret rechnen die Forschenden zum Beispiel für den Wintertourismus mit einem jährlichen Schaden von über zwei Milliarden Franken bis ins Jahr 2060. Dabei gehe man davon aus, dass Skigebiete unter 1500 bis 1800 Metern über Meer – auch im positivsten Klimaszenario – aufgrund des Schneemangels früher oder später aufgeben, erklärt Bucher.

Zwei Personen in Skibekleidung auf einem verschneiten Hang mit Bergblick im Hintergrund.
Legende: Der Bund wollte wissen, wie viel der Klimawandel die Schweiz kostet. Er hat in einer Studie berechnen lassen, welche Kosten der Klimawandel bis 2060 in der Schweiz verursacht. KEYSTONE / Gian Ehrenzeller

«Die höhergelegenen Gebiete können diese Skifahrerinnen und Skifahrer aufnehmen. Sie können sich dem Klimawandel anpassen. Aber die Anpassungskosten sind gerade auch in den alpinen Gebieten natürlich hoch.» So müssen beispielsweise Bergbahnstationen stabilisiert und zusätzliche Beschneiungsanlagen betrieben werden.

Landwirtschaft braucht genügend Wasser

Etwas besser sieht zumindest die Rechnung in der Landwirtschaft aus. Dort könnten die volkswirtschaftlichen Schäden gering gehalten werden, vor allem wenn genügend in die Bewässerung investiert werde. Als Entwarnung will Raphael Bucher dieses Studienresultat aber nicht verstanden wissen:

«Man kann sagen, dass sich die Landwirtschaft, unter der Voraussetzung, dass wir genügend Wasser haben, vor allem auch mit Bewässerungsmassnahmen dem Klimawandel anpassen kann, ohne hohe volkswirtschaftliche Verluste.»

Mehr Strom aus Wasserkraft

Gar leicht profitieren könnte die Stromproduktion aus Wasserkraft. Zwar werden Trockenperioden vor allem im Sommer häufiger. Im Winter hingegen dürfte in der Schweiz laut den Klimaszenarien des Bundes weniger Schnee, dafür mehr Regen fallen.

Wasserkraftwerke werden in den Umgang mit Starkniederschlägen investieren müssen. Unter dem Strich aber rechnet die Studie mit leicht mehr Strom aus Wasserkraft.

Grosse Überraschungen birgt die neue Studie nicht. Sie zeigt deutlich, wo und in welchem Umfang es sich lohnt, in Anpassungsmassnahmen zu investieren, und wo eben nicht – wie in tiefer gelegene Skigebiete.

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