Stimmen aus der Community – «dialog»-Community fürchtet sich vor drohender Gefahr durch KI

In den vergangenen Wochen wurden Stimmen, die vor der Gefahr von künstlicher Intelligenz warnen, zunehmend lauter. Gar von einer möglichen Auslöschung der Menschheit wird gesprochen.
Auch auf der SRG-Debattenplattform «dialog» hat die Community intensiv über die Frage diskutiert, ob KI eine Gefahr für die Menschheit ist. Das Ergebnis: 79 Prozent der beteiligten Userinnen und User finden, dass von künstlicher Intelligenz eine Gefahr ausgeht. Das Umfrageergebnis ist nicht repräsentativ.
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Doch wovor fürchten sich die Userinnen und User genau? «KI ist ein bemerkenswertes Werkzeug, aber sie ist ein Mittel, kein Zweck. Sie ist mächtig und liegt in den Händen grosser Konzerne, deren ultimative Ziele Geld und Macht sind und die sich einen erbitterten Wettbewerb liefern: Wettbewerb zwischen Unternehmen und Wettbewerb zwischen geopolitischen Blöcken», schreibt etwa «Logographe Exigeant» aus der «dialog»-Community.
Eine andere Nuance besorgt den User «Old Crocodile»: «Die KI ist dabei, intelligenter zu werden als wir. Wir werden uns wie ein sechsjähriges Kind gegenüber einem Erwachsenen wiederfinden. Dass eine unterlegene Intelligenz einer überlegenen Intelligenz befiehlt, gibt es nicht. Wie das sechsjährige Kind, das nicht gehorcht, werden wir bestraft werden. Da die KI ihr Wissen auf unserem aufgebaut hat, auf unserer Moral und unseren Fehlern, könnte die Bestrafung gewalttätig, aber auch sehr subtil sein.»
«Unverbesserlicher Optimismus»
Anders sieht dies User «Francis Waeber»: «Das kommt ganz darauf an, ob KI durch Menschen dazu missbraucht wird, um anderen Menschen in irgendeiner Form Schaden zuzufügen; was allerdings partiell – wenn auch auf relativ tiefem Niveau – bereits der Fall ist.»
Die Gefahr liegt nicht im Instrument, sondern in jenen, die es kontrollieren.
Ihm gebe allerdings sein «unverbesserlicher Optimismus» noch Hoffnung – wobei er einräumt: «Dass mir da eventuell eine erneute Enttäuschung blüht, ist mir ebenso bewusst wie die Tatsache, dass es die letzte sein könnte; denn es gibt da noch ein paar andere – etwas ältere Technologien, deren ‹Kontrolle› auf keinen Fall, jemals an irgendeine KI ‹delegiert› werden kann und darf!»
Bedeutend optimistischer sieht es User «Europeista Storico»: «Die Gefahr liegt nicht im Instrument, sondern in jenen, die es kontrollieren, und mit welchen Anreizen. Historisch gesehen ist jede mächtige Technologie (Atomenergie, Massenmedien, Biotechnologie) dieser Regel gefolgt: Das Risiko entsteht, wenn wenige Akteure sie ohne gemeinsame Regeln monopolisieren, nicht durch die Technologie selbst. Deshalb kann KI ein Fortschritt für die Menschheit sein, unter der Voraussetzung, dass wir echte Gegengewichte schaffen.»
«Schweiz muss Einhalt gebieten»
Für «Sentinelle Civique» hingegen ist klar: «Künstliche Intelligenz ist nicht von Natur aus eine Bedrohung für die Menschheit. Sie kann es jedoch werden, wenn die technische Leistungsfähigkeit schneller wächst als unsere Weisheit.»
Und der User «Sandro Doktor» hat eine konkrete Forderung gegen die potenziell drohende Gefahr durch KI: «Ich finde, dass wir als Schweiz derzeit diesen neuen Technologien Einhalt gebieten müssen, sonst besteht das Risiko, dass Computer menschliche Arbeit übernehmen.»
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