Dean Kukan macht den ZSC zum Rekordteam

Spätes Tor, grosser Jubel
Dean Kukan macht den ZSC zum Rekordteam
Die ZSC Lions ziehen in extremis nochmals den Kopf aus der Schlinge. Ohne Goalie gleichen sie in der 59. Minute in Lugano noch zum 2:2 aus. Und landen in der Verlängerung den neunten Sieg im neunten Spiel.
Publiziert: 09.10.2026 um 22:40 Uhr
Marcel AllemannReporter Eishockey
Die 6161 Fans sehen zunächst ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Zürcher durch einen platzierten Schuss von Tim Berni in Führung gehen. Danach gibt es zwei Metalltreffer zu registrieren – von Jere Innala bei Lugano und Patrick Geering bei den Lions. Luganos Ausgleich gelingt dann aber in seinem griffigen Powerplay: Captain Calvin Thürkauf trifft bereits zum fünften Mal in dieser Saison.
Bei den ZSC Lions bekommt Ersatzgoalie Robin Zumbühl nach seiner Vertragsverlängerung bis 2029 diesen Match in Lugano. Ohne Stammgoalie Simon Hrubec wird es in den Angriffsreihen mit fünf Ausländern noch enger und für Chris Baltisberger, immerhin schon dreifacher Saisontorschütze, ist kein Platz im Kader. Von solchen Begebenheiten träumen andere Teams in der Liga, die sich derzeit wegen zahlreicher Verletzter mit Leihspielern oder Junioren behelfen müssen.
ZSC mit vielen Fehlern
Es schützt die Zürcher aber nicht davor, dass sie sich mit Lugano mit einem ebenbürtigen Gegner auseinandersetzen müssen und sich nach 45 Minuten mit einem Rückstand konfrontiert sehen. In Überzahl lassen sich die Zürcher gleich reihenweise übertölpeln, am Schluss der Fehlerkette steht dann Zumbühl, der sich von Ramon Tanner erwischen lässt. Für den Appenzeller im Lugano-Dress ist es bereits der dritte Saisontreffer.
Doch die Zürcher finden auch in diesem Spiel wieder einen Weg zum Sieg. Als Trainer Claude Julien den Goalie zieht, gleicht Mikko Lehtonen in extremis noch aus. In der Verlängerung ist es dann Dean Kukan, der übers ganze Eis spaziert und den Sieg sicherstellt. Schon wieder Kukan! Er hatte bereits am letzten Samstag beim 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Lausanne den finalen Treffer beigesteuert. Der Nati-Verteidiger sorgt damit quasi im Alleingang dafür, dass die ZSC Lions den Startsieg-Rekord von Davos (im letzten Jahr) und Servette (2022) egalisieren. Mit einem weiteren Sieg, dem zehnten, am Samstag daheim gegen Fribourg könnten die Zürcher alleiniger Rekordhalter werden.
Fans: 6161 Fans.
Tore: 8. Berni (Andrighetto, Knak) 0:1. 29. Thürkauf (Shore, Innala/PP) 1:1. 45. Tanner (Shore/SH) 2:1. 59. Lehtonen (Malgin, Andrighetto/ohne Goalie) 2:2. 62. Kukan 2:3.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 9 | 17 | 25 | |
2 | SCL Tigers | 10 | 8 | 18 | |
3 | Genève-Servette HC | 10 | 3 | 18 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 10 | 10 | 17 | |
5 | HC Ambri-Piotta | 9 | -5 | 14 | |
6 | HC Ajoie | 10 | -4 | 14 | |
7 | HC Davos | 10 | -3 | 13 | |
8 | SC Bern | 8 | 0 | 12 | |
9 | HC Lugano | 9 | 2 | 12 | |
10 | Lausanne HC | 10 | -7 | 12 | |
11 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 10 | -11 | 11 | |
12 | EV Zug | 6 | 8 | 10 | |
13 | EHC Biel | 9 | -3 | 10 | |
14 | EHC Kloten | 10 | -15 | 9 |
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