Ohrfeige für Zahner und das Schweizer Hockey

Wahlpleite auf Teneriffa
Ohrfeige für Zahner und das Schweizer Hockey
Peter Zahner hat bei den IIHF-Wahlen eine Schlappe erlitten. Das Rennen um einen Platz im Council machten unter anderem Kandidaten aus Bulgarien und Neuseeland. Neuer Präsident ist ein Deutscher.
Publiziert: vor 19 Minuten
Stephan RothStv. Eishockey-Chef
Der Verwaltungsrat des Schweizer Eishockey-Verbands hatte sich im Frühling 2025 entschieden, nicht das bisherige Mitglied Raeto Raffainer (44), sondern mit Peter Zahner (65) einen der ihren als Kandidat für einen Platz im IIHF-Council zu nominieren. Ein Entscheid, der sich nicht ausgezahlt hat. Trotz intensivem Lobbying wurde der CEO der ZSC Lions bei den Wahlen in Teneriffa nicht gewählt.
Somit ist die Schweiz nicht mehr in der Regierung des Welt-Eishockeys vertreten, was eine Ohrfeige darstellt. Auch für Zahner ist eine herbe Niederlage. Damit hat er in seiner langen Karriere als Eishockey-Funktionär umzugehen gelernt. Es wird kaum die letzte sein, auch wenn die Lions derzeit unbesiegbar scheinen und alle sieben Spiele seit dem Saisonstart gewonnen haben.
Im ersten Wahlgang setzte sich nur der finnische Verbandspräsident Heikki Hietanen (67) durch. Danach schafften der Kirgise Aivaz Omorkanov (30), der Lette Viesturs Koziols (63), der Schwede Anders Larsson (49), die Polin Marta Zawadzka (44), der Belorusse Sergej Gontscharow (43). Alle waren bereits im Council tätig. Dazu nehmen zwei Neulinge Einzug in die Eishockey-Regierung: Der Bulgare Stoian Batchvarov (59) und der Neuseeländer Andy Mills (57). Wie die Schweiz schaut auch das Hockey-Mutterland in die Röhre: Die kanadische Kandidatin Katherine Henderson (62) blieb ebenfalls auf der Strecke.
Reindl Nachfolger von Tardif
Zum neuen Präsidenten wurde Franz Reindl (71) gewählt. Der Deutsche setzte sich im zweiten Wahlgang gegen Peter Briza (61) durch, nachdem der Tscheche im ersten Durchgang noch mit 41 Prozent der Stimmen gegenüber Reindl mit 30,77 Prozent und dem dritten Kandidaten, dem Kirgisen Omorkanov (28,21 Prozent), vorne gelegen war. In der Entscheidungsrunde setzte sich der ehemalige deutsche Nationalstürmer (51,28 Prozent) knapp gegen den Ex-Goalie (48,72 Prozent) durch.
Reindl ist der Nachfolger des Franzosen Luc Tardif (73), der nach fünf Jahren im Amt zurückgetreten war. Briza wurde derweil als Vize-Präsident wiedergewählt. Im dritten Wahlgang setzte er sich gegen Omorkanov durch.
Als regionale Vize-Präsidenten wurden der US-Amerikaner Mike Tromboli (60, ohne Gegenkandidat), die Südkoreanerin Susie Jo (32) und der Slowake Igor Nemecek (65) gewählt. Ausserdem holten sich die Ungarin Zsuzsanna Kolbenheyer (49, bisher) und die Türkin Merve Tunali (40) die Plätze, um die neue Quote von drei Frauen (bisher zwei) im Council zu erfüllen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 7 | 15 | 21 | |
2 | Genève-Servette HC | 8 | 1 | 13 | |
3 | SCL Tigers | 8 | 1 | 12 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 7 | 3 | 11 | |
5 | HC Ajoie | 7 | 2 | 11 | |
6 | HC Ambri-Piotta | 8 | -6 | 11 | |
7 | EV Zug | 5 | 9 | 10 | |
8 | HC Davos | 7 | -1 | 10 | |
9 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 7 | -6 | 9 | |
10 | Lausanne HC | 7 | -6 | 8 | |
11 | SC Bern | 5 | 0 | 7 | |
12 | EHC Biel | 6 | 1 | 7 | |
13 | EHC Kloten | 7 | -11 | 6 | |
14 | HC Lugano | 5 | -2 | 5 |
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