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Friday, September 25, 2026

Ski-Legende Janka sagt erfolgreichen Winter voraus, aber ...: «Odermatt kann eigentlich nur verlieren»

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Ski-Legende Janka sagt erfolgreichen Winter voraus, aber ...

«Odermatt kann eigentlich nur verlieren»

Carlo Janka ist grosser American-Football-Fan und nutzte die Chance, auf dem Jungfraujoch auf die NFL zu treffen. Doch dann sprach der Riesenslalom-Olympiasieger auch über Marco Odermatt, die Heim-WM und die Nachfolge von Lara Gut-Behrami.

Publiziert: vor 17 Minuten

Aktualisiert: vor 4 Minuten

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Carlo Janka (39) spricht über American Football und Schweizer Skisport
  • Janka lobt Marco Odermatt (28), warnt aber vor zu hohen Erwartungen
  • Heim-WM 2027 in Crans-Montana: «Da müssen Medaillen kommen», so Janka
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Joël HahnRedaktor Sport

American Football auf dem Jungfraujoch? Da wollte Carlo Janka (39) dabei sein. Der Olympiasieger von 2010 ist Footballfan, früher besonders von den New England Patriots. Beim Snow Bowl auf 3454 Metern trifft er auf Patriots-Legende Sebastian Vollmer (42). «Er ist eine Riesennummer, zweimal hat er den Super Bowl gewonnen, und zu Brady-Zeiten habe ich alles sehr verfolgt», sagt Janka im Gespräch mit Blick.

Noch mehr beschäftigt ihn allerdings der Schweizer Skisport. Auch bei Marco Odermatt (28) stellt sich die Frage, wie lange er sein enormes Niveau halten kann. «Das ist nicht selbstverständlich», sagt Janka. Die Hüftverletzung im August könnte dem Nidwaldner sogar etwas Erholung verschafft haben. «Der Körper wird vielleicht irgendwann auch älter. Aber die Erfahrung wird grösser, er weiss sich besser zu einzuteilen.»

Janka hofft, Odermatt noch lange im Riesenslalom zu sehen. «Es ist ein Genuss, ihm zuzuschauen.» Wie lange er die technische Disziplin noch fährt, sei aber offen. Odermatt habe bereits mehrfach angedeutet, dass es nicht ewig so weitergehen werde.

Der Druck auf den Gesamtweltcupsieger sei ohnehin enorm. «Wenn du den Standard hast wie er, dann ist der gegen aussen hoch.» Ein zweiter Platz werde bei ihm teilweise schon als Enttäuschung wahrgenommen. «Man muss fast eine Siegfahrt machen, damit wir zufrieden sind.» Jankas Fazit: «Er kann eigentlich nur verlieren.» Trotzdem liefere Odermatt immer wieder.

«Da müssen entsprechend Medaillen kommen»

Für Janka ist die Heim-WM 2027 in Crans-Montana der grosse Gradmesser. «Die wird sehr wichtig sein, und da müssen entsprechend Medaillen kommen.» Auch in der Nationenwertung müsse die Schweiz wieder vorn stehen, wenn man von einer erfolgreichen Saison sprechen will.

Bei den Frauen brauche es nach Lara Gut-Behrami (35) etwas Geduld. «Wenn ein Wechsel kommt, muss man halt kurz wieder warten, bis die Nächsten da sind.» Bei den Männern sieht Janka die Schweiz breit aufgestellt, warnt aber vor Vergleichen. «Nicht zu früh anfangen mit diesen Vergleichen zu Odi. Er ist eine Ausnahmeerscheinung.» Auf die Nachfrage nach Lenz Hächler (22) antwortet Janka, dass dieser eine sein könnte, der nachkommt.

Eine Baustelle bleibt für Janka der Slalom. «Vergangenes Jahr hatten wir etwas mehr Mühe im Slalom.» In den anderen Disziplinen sei die Schweiz dagegen gut aufgestellt – wenn alle verletzungsfrei bleiben.

«Je mehr du es machst, desto weniger Wert hat es»

Janka kennt die besondere Atmosphäre einer Heim-WM aus eigener Erfahrung. 2017 fährt er in St. Moritz seine letzte WM. Besonders an seine Abfahrt erinnert er sich wegen des Nebels. «Mit der Nummer 1 entscheidet keiner eine Abfahrt. Aber je länger das Rennen ging, desto schöner wurde es.» Die Sicht verbessert sich im Verlauf des Rennens, rückblickend wäre Janka deshalb lieber etwas später gestartet.

Wenig hält Janka hingegen von der Idee der FIS einer jährlichen Ski-WM. «Je mehr du es machst, desto weniger Wert hat es.» Aus Vermarktungssicht sei das verständlich, sportlich verliere die WM so aber an Stellenwert. Auch die Olympischen Spiele seien gerade wegen ihrer Seltenheit speziell: «Es ist einfach etwas anderes.»

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