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Monday, November 2, 2026

Der ewige Ross Geller: "Friends"-Ruhm wurde David Schwimmer zum Verhängnis

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Der ewige Ross Geller"Friends"-Ruhm wurde David Schwimmer zum Verhängnis

02.11.2026, 12:21 Uhr

Als Ross Geller wird David Schwimmer 1994 weltberühmt und verdient ein Vermögen. Doch seit dem Ende von "Friends" fällt es ihm noch immer schwer, sich von seiner berühmtesten Rolle zu lösen. Nun feiert der Schauspieler seinen 60. Geburtstag.

Für Millionen Fernsehzuschauer wird David Schwimmer wohl für immer Ross Geller bleiben. Zehn Jahre lang verkörperte er in der Kultsitcom "Friends" den liebenswerten, etwas unbeholfenen Paläontologen, dessen turbulente Liebesgeschichte mit Rachel Green (Jennifer Aniston) Fernsehgeschichte schrieb. Die Rolle machte ihn weltberühmt und steinreich. Doch für seine weitere Schauspielkarriere erwies sich der Erfolg auch als Hindernis. Am heutigen 2. November feiert David Schwimmer seinen 60. Geburtstag.

Als "Friends" 1994 beim US-Sender NBC an den Start ging, war Schwimmer noch weitgehend unbekannt. Zwar hatte er bereits einige Jahre versucht, in Hollywood Fuß zu fassen, der große Durchbruch war ihm bis dahin aber verwehrt geblieben. Das änderte sich mit einer Sitcom über sechs Freunde, die in New York gemeinsam durch die Höhen und Tiefen des Erwachsenenlebens stolperten.

Aus der Serie, deren Figuren einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit auf dem Sofa des Cafés Central Perk verbrachten, entwickelte sich ein weltweites Phänomen. Bis zum Finale 2004 gehörte "Friends" zu den erfolgreichsten Fernsehproduktionen überhaupt. Und auch mehr als zwei Jahrzehnte später begeistert die Serie noch immer ein Millionenpublikum, darunter zahlreiche Zuschauer, die bei der Erstausstrahlung noch gar nicht geboren waren.

Mit "Friends" verdient er bis heute Millionen

Für die sechs Hauptdarsteller bedeutete der Erfolg nicht nur Weltruhm, sondern auch finanzielle Unabhängigkeit. Schwimmer, Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc und der 2023 verstorbene Matthew Perry konnten schon während der letzten Staffeln Millionengagen aushandeln.

Dank der anhaltenden Verwertung der Serie sollen die Darsteller beziehungsweise Perrys Erben auch heute noch enorme Summen erhalten. Medienberichten zufolge sind es rund 20 Millionen US-Dollar pro Jahr und Person. Lisa Kudrow schien diese Größenordnung 2026 in einem Interview mit der britischen "Times" zu bestätigen. Finanzielle Sorgen dürfte Schwimmer damit kaum haben, sein Vermögen wird auf 120 Millionen Dollar geschätzt. Beruflich allerdings hatte der Schauspieler lange damit zu kämpfen, dass sein Gesicht untrennbar mit einer einzigen Figur verbunden blieb.

Ross Geller wurde zum Karrierehindernis

Dabei war Ross auf den ersten Blick nicht unbedingt die schillerndste Figur der Serie. Der etwas neurotische Wissenschaftler stolperte von einer romantischen Katastrophe in die nächste und bezeichnete sich selbst gegenüber NBC News einmal als "liebenswerten Loser".

Besonders seine komplizierte Beziehung zu Rachel wurde zu einem der zentralen Handlungsstränge von "Friends". Ross war bereits als Jugendlicher in sie verliebt gewesen. Jahre später wurden die beiden tatsächlich ein Paar, trennten sich wieder und fanden schließlich doch noch zueinander.

Für Schwimmer wurde die Popularität seiner Figur jedoch zunehmend zur Belastung. Schließlich hatte er ursprünglich ganz andere Vorstellungen von seiner Schauspielkarriere. Schon kurz nach dem College hatte er eine eigene Theatergruppe gegründet und wollte möglichst unterschiedliche Charaktere verkörpern. "Als ich mit der Schauspielerei anfing, bestand die Herausforderung und der Reiz darin: In wen kann ich mich als Nächstes hineinversetzen? Was kann ich als Nächstes lernen?", erklärte er 2011 in einem Interview mit der "New York Times".

Als Schauspieler habe er über einen ganzen "Werkzeuggürtel" verschiedener Ausdrucksmöglichkeiten verfügt. Bei "Friends" sei von ihm allerdings verlangt worden, "immer und immer wieder" nur mit einem Hammer zuzuschlagen.

Nach "Friends" blieben die großen Erfolge aus

Schwimmer versuchte deshalb, sich nach dem Serienende neu zu erfinden. Er übernahm ernstere Rollen, kehrte zum Theater zurück und arbeitete zunehmend auch als Regisseur. An den gewaltigen Erfolg von "Friends" konnte er damit allerdings nicht anknüpfen.

Das Drama "Duane Hopwood", in dem Schwimmer einen alkoholkranken Familienvater spielte, erwies sich an den Kinokassen als Flop. Der Film spielte lediglich 13.510 US-Dollar ein. Auch seine Regiearbeit "Trust" mit Clive Owen und Catherine Keener blieb trotz prominenter Besetzung kommerziell weit hinter den Erwartungen zurück und erzielte nur knapp 600.000 Dollar.

Ganz aus dem Fernsehen verschwand Schwimmer dennoch nicht. Er absolvierte unter anderem Auftritte in "Curb Your Enthusiasm" und "Episodes" und übernahm eine Hauptrolle in der britischen Comedyserie "Intelligence". Dazwischen gab es allerdings immer wieder längere Phasen, in denen er nicht vor der Kamera stand. Für Aufsehen sorgte er später als O.J. Simpsons Anwalt Robert Kardashian in "American Crime Story".

Wie schwierig es sein würde, das Image des Ross Geller abzulegen, war ihm schon früh bewusst. "Ich habe beschlossen, dass es zehn Jahre dauern würde, bis Ross nicht mehr mein Gesicht überschattet", sagte er der "New York Times" im Zusammenhang mit seinem Film "Trust".

Inzwischen sind seit dem Ende von "Friends" mehr als 22 Jahre vergangen. Schwimmer hat längst bewiesen, dass er auch abseits der Sitcom unterschiedliche Rollen übernehmen kann. Ob ihm noch einmal ein ähnlich großer Erfolg gelingt, bleibt offen. Eines aber steht fest: Mit Ross Geller hat er eine Figur geschaffen, die Generationen von Fernsehzuschauern in Erinnerung bleiben wird.

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