Christa Pike aus Krankenhaus entlassen - und zurück in Haft
Nach gescheiterter Hinrichtung hat die 50-jährige Christa Pike laut Angaben ihrer Anwälte das Krankenhaus verlassen. (Archivbild)
Quelle: Tennessee Department of Correction / ZUMA Press Wire / APGut eine Woche nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch ist die zum Tode verurteilte Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Ihre Anwälte teilten am Samstag mit, die 50-Jährige befinde sich wieder im Deborah K. Johnson Rehabilitation Center, jenem Frauengefängnis, in dem sie bereits seit 30 Jahren inhaftiert ist.
Die Exekution der Mörderin Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee ist gescheitert, was die Debatte über die Todesstrafe neu entfacht hat. ZDFheute live über den Fall und die Reaktionen.
02.10.2026 | 29:39 minChrista Pike dankt Ärzten
Pike sei den Ersthelfern und dem medizinischen Team für die Betreuung unter diesen außergewöhnlichen Umständen dankbar, hieß es in der Mitteilung der Anwälte. Sie werde im Gefängnis weiterhin medizinisch versorgt. Pike überlebte am 30. September die Verabreichung von zwei Dosen Pentobarbital.
Mit dem Medikament sollte sie wegen des Mordes an einer Mitschülerin im Jahr 1995 hingerichtet werden. Seit der gescheiterten Hinrichtung war Pike im Krankenhaus behandelt worden. Inzwischen könne die 50-Jährige wieder gehen und wieder selbstständig essen.
In Tennessee soll keine weitere Hinrichtung in diesem Jahr vollzogen werden. USA-Korrespondent David Sauer erklärt bei ZDFheute live, wie auf den Fall entlang der Parteilinien geblickt wird.
02.10.2026 | 12:17 minFall Pike entfacht Diskussion über Todesstrafe
In den USA wird seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. In diesem Jahr wurden in den Vereinigten Staaten bereits 30 Todesurteile vollstreckt. Im vergangenen Jahr waren 47 Menschen hingerichtet worden - die höchste Zahl seit 2009.
Immer wieder kommt es bei Hinrichtungen zu Problemen und Fehlern:
Christa Pikes Anwälte Luke Ihnen (Mitte) und Randy Spivey (links) geben nach einer Gerichtsanhörung am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, in Nashville, Tennessee, eine Pressekonferenz.
Quelle: George Walker IV / APUS-Regierung diskutiert Livestream zu Hinrichtung
In einem anderen Fall einer geplanten Hinrichtung hatte die US-Regierung zuletzt eine Live-Übertragung der Hinrichtung eines Verurteilten vorgeschlagen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte angekündigt, dass die Exekution des verurteilten Attentäters Nidal Hasan durch ein militärisches Erschießungskommando live gesendet werde. Ein Pentagon-Mitarbeiter bestätigte dies.
US-Präsident Trump ruderte später leicht zurück: Eine Entscheidung über die Liveübertragung der Exekution sei noch nicht getroffen worden, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus in Washington auf Nachfrage.
Quelle: AP, AFP
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem ZDFheute live am 02.10.2026.
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