Freddie Mercury spazierte in den 80ern unbemerkt durch München

- Musikproduzent Reinhold Mack (77) arbeitete zufällig mit Queen zusammen und wurde ein enger Freund von Freddie Mercury.
- Mercury besuchte in den 80er-Jahren Macks Familie in München, ging einkaufen und nahm an Kindergeburtstagen teil.
- Macks jüngster Sohn, liebevoll «little Freddie» genannt, wurde während der Aufnahmen zu «Hot Space» geboren – Mercury war sein Götti.
Der deutsche Musikproduzent Reinhold Mack arbeitete gerade mit Gary Moore in Los Angeles, als er gefragt wurde, ob er nach München kommen könne, um mit einer Band aufzunehmen. Namen wurden ihm zunächst keine genannt.
Er habe dann herumgefragt, erzählt Mack im Gespräch mit «People». Jemand habe gesagt, es könnte Queen sein. Also sei er nach Deutschland geflogen. «Die Zusammenarbeit mit Queen war eigentlich ein Unfall», sagt der heute 77-Jährige.
Freundschaft mit Freddie Mercury
Aus diesem Zufall wurde Musikgeschichte. Mack arbeitete mit Queen im Musicland Studio in München und war später an drei Alben der Band beteiligt. Zu den frühen gemeinsamen Arbeiten gehörte auch «Crazy Little Thing Called Love».
Besonders eng wurde seine Beziehung zu Freddie Mercury. Laut Mack entwickelte sich aus der Arbeit schnell eine echte Freundschaft. Der Queen-Frontmann sei in München regelmässig bei ihm und seiner Familie gewesen.
«Er ist mit meiner Frau einkaufen gegangen, hat Besteck, Trainingsanzüge oder Tischtennistische für die Kinder gekauft.»
«Er nahm unsere Familie als seine Familie an», sagt Mack. In den 80er-Jahren habe Mercury in München «noch relativ unbehelligt» unterwegs sein können. «Er ist mit meiner Frau einkaufen gegangen, hat Besteck, Trainingsanzüge oder Tischtennistische für die Kinder gekauft.» Auch Geburtstage der Kinder habe Mercury besucht. Laut Mack war der Sänger zudem ein guter Tischtennisspieler.
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Macks Sohn kam während Queen-Album zur Welt
Eine besondere Rolle spielte Macks jüngster Sohn. Er wurde geboren, während Queen am Album «Hot Space» arbeitete. Mack nennt ihn bis heute liebevoll «little Freddie».
Seine Frau habe damals gescherzt, es sei wohl einfacher, ein Kind zu bekommen, als dass Queen dieses Album fertigstelle. Freddie Mercury wurde sein Götti. Auch danach sei der Sänger mit der Familie in Kontakt geblieben. Mercury habe besonders an «little Freddie» gedacht, erzählt Mack.
Er versteigert Erinnerungsstücke
Nun trennt sich Mack von einigen Erinnerungsstücken aus dieser Zeit. Die Objekte kommen bei einer Music-Live-Auktion von Propstore unter den Hammer, die Anfang Oktober stattfindet. Versteigert werden sollen Stücke aus Macks Zeit mit Queen. Die Auktion findet nur wenige Wochen nach dem 5. September statt, dem 80. Geburtstag von Mercury.

Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.
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