Ski: Saisonauftakt rückt näher – Noch herrscht Lockerheit, doch schon bald kribbelts

10 Tage noch, dann fällt im Tirol der Startschuss zur neuen Saison im Ski alpin. In Sölden steht am Wochenende vom 24./25. Oktober zuerst bei den Frauen und tags darauf bei den Männern ein Riesenslalom an. Bevor es für die Athletinnen und Athleten ins hintere Ötztal geht, absolvieren die Schweizer Technik-Teams die letzten Vorbereitungen in der Heimat, genauer gesagt im Oberengadin auf der Diavolezza.
Schneeverhältnisse wie in Sölden
Bei Luca Aerni herrscht aktuell noch Lockerheit. Der Berner Oberländer, der im vergangenen Winter im «Riesen» zweimal in die Top 10 fuhr, freut sich indes, dass es bald in den Wettkampf-Modus geht: «Ich spüre, dass die Rennen näher kommen. Allmählich will man im Training die eigenen Grenzen testen und das letzte Risiko eingehen.»
Die Schweizer holen sich bereits seit einigen Jahren den letzten Schliff für den Saisonauftakt auf der Diavolezza, wo dank Schneedepots («Snowfarming») jeweils eine Piste bereit gestellt werden kann. «Die Schneeverhältnisse hier sind sicherlich speziell, der Schnee gibt vom Grip her nicht viel zurück», beschreibt Aerni. Weil in Sölden ähnliche Bedingungen herrschen würden, sei das Training auf der Diavolezza die perfekte Vorbereitung.
Ein konkretes Saisonziel will Aerni zumindest öffentlich nicht definieren. «Ich habe in den letzten Jahren gelernt, mich auf mich selbst zu konzentrieren. Dann fahre ich auch schnell», meint der 33-Jährige.
Alle gegen die Schweiz
Betreut wird die Schweizer Riesenslalom-Equipe der Männer von Helmut Krug. Der Österreicher weiss ganz genau, worum es in den letzten Tagen vor dem Saisonstart für die Athleten noch geht: «In Chile haben wir das Augenmerk mehr auf die technischen Aspekte gelegt. Jetzt muss jeder Fahrer sein Vertrauen wieder finden und dafür braucht es schwierige Hänge», so Krug. Die Diavolezza erfülle diese Anforderung zu 100 Prozent.
Krug redet nicht um den heissen Brei herum und sagt: «Unsere Mannschaft ist gut und stark.» Sogleich fügt der Coach hinzu: «Die Konkurrenz schläft aber nicht, wir werden uns schon strecken müssen.» Vor allem dank Überflieger Marco Odermatt führte in den vergangenen Jahren im Riesenslalom kein Weg vorbei an den Schweizern. Entsprechend liege der Druck erneut beim Swiss-Ski-Team, so Krug: «Wir sind die Gejagten.»
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.