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Monday, November 2, 2026

Trump droht, Piloten in Angst: 19 von 22 Moto-GP-Fahrern wollen in Katar nicht starten

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Die MotoGP hält trotz der unsicheren Lage im Nahen Osten am Großen Preis von Katar fest, im Fahrerlager gibt es starke Bauchschmerzen, Yamaha bleibt zu Hause. Es brodelt.

Es geht um Ängste, es geht um Druck, es geht um Geld. Viel Geld. Und genau deshalb drückt die MotoGP ihre Pläne durch und schickt die Fahrer nach Katar, trotz der unverändert unsicheren Lage im Nahen Osten. Yamaha macht da nicht mit und bleibt zu Hause, auch TV-Teams streichen die Reise, doch die Hauptdarsteller werden sich fügen. Der Formel 1 droht schon bald ein ähnliches Szenario.

Es brodelt im Motorrad-Zirkus. "Wir haben unseren Standpunkt sehr klar dargelegt", sagte etwa Jack Miller am vergangenen Wochenende in Malaysia, dort hatte es mehrere Meetings mit der MotoGP-Führung gegeben. "19 Fahrer wollen dort nicht hin", erklärte der australische Pilot wenige Tage vor dem Grand Prix nahe Doha. Es sind also fast alle, 22 treten in der Königsklasse an. 

Sky lässt Reporter zuhause

Miller gehört zu den Glücklichen, denen die Entscheidung zur Anreise nun abgenommen wurde. Sein Arbeitgeber hatte am Sonntag den Rückzug bekannt gegeben, der Schritt spiegele die "Einschätzung der derzeit verfügbaren Informationen wider", es würden "keine ausreichenden Gründe vorliegen, um die bestehenden, unternehmensweiten Reisebeschränkungen zu ändern", hieß es in der Yamaha-Mitteilung.

Das Werksteam und das Satellitenteam Pramac sind von Freitag bis Sonntag nicht am Start, auch der deutsche Rechteinhaber Sky lässt seine Reporter daheim. "Wir schicken niemanden hin und kommentieren aus Unterföhring", teilte der Pay-TV-Sender auf Anfrage mit.

Verständlich, denn US-Präsident Donald Trump hat gerade erst mit neuen Angriffen gegen den Iran gedroht. Schon nach den US-Kongresswahlen am Dienstag könnte dies laut Medienberichten passieren, und damit unmittelbar vor dem WM-Lauf auf dem Lusail International Circuit. Dazu grenzt Katar an Saudi-Arabien, wo es kriegerische Auseinandersetzungen mit der Huthi-Miliz gibt.

"Politischer Kampf auf Rücken kleiner Männer"

"Der MotoGP liegen keine Informationen vor, die eine Änderung der Pläne für die Veranstaltung rechtfertigen würden", teilten die Organisatoren nach der Yamaha-Absage mit: "Wir haben diesen Standpunkt zusammen mit den neuesten verfügbaren Informationen allen Herstellern und Teams mitgeteilt."

Alex Hofmann, ehemaliger MotoGP-Pilot und heutiger ServusTV-Experte, ärgert die Haltung. Es sei ein "politischer Kampf, der auf dem Rücken der MotoGP-Fahrer stattfindet. Auf dem Rücken der kleinen Männer. Find ich nicht schön", kritisierte der 46-Jährige. Auch an die Piloten richtete Hofmann bei X eine Botschaft. "Ich hoffe, die Fahrer wissen, dass sie, wenn sie diesmal einknicken, für immer zu Marionetten auf einer Bühne werden...", hieß es im Posting. 

Ein Streik würde Strafen nach sich ziehen, Yamaha wird Sanktionen erhalten. Von einem möglichen Startverbot für die ausstehenden Rennen in Portimao und Valencia ist die Rede, "das hört man aus dem Fahrerlager raus", so Hofmann. Ausgang offen.

Die MotoGP-Group will sich die vielen Millionen Dollar aus dem Emirat, die es für die Austragung gibt, nicht entgehen lassen. Genau wie die Formel 1, die bislang an den Stationen Katar und Abu Dhabi festhält. Marc Márquez, laut Hofmann "einer, der hundertprozentig nicht gehen will", kann am Sonntag übrigens Weltmeister werden. Doch der Sport ist nur noch ein Nebenaspekt.

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