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Monday, August 17, 2026

Chaos nach Sonnenfinsternis: Alle wollten gleichzeitig ins Tal

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Ein Cabrio versuchte, die Staus am Salève über die Wiese zu umfahren.20min/Leserreporter

Darum gehts

  • Wer die Sonnenfinsternis in der Westschweiz in der Höhe beobachtete, sass danach teils stundenlang im Stau fest.
  • Beim Dent de Vaulion und am Salève blockierten falsch parkierte Fahrzeuge die Strassen, ein Auto erlitt eine Panne, ein weiteres verursachte einen Unfall.
  • Eine Fotografin brauchte für die Heimfahrt 1 Stunde und 45 Minuten statt der üblichen 35 Minuten.

Die Sonnenfinsternis am Mittwochabend wollte sich fast niemand entgehen lassen: Während einige das Spektakel per 20-Minuten-Ticker oder Livestream verfolgten, entschieden sich viele andere, das seltene Ereignis an höher gelegenen Orten mitzuverfolgen – so auch in der Westschweiz.

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Nach dem Spektakel wich die Faszination aber schnell einem gewissen Frust: Weil alle gleichzeitig wieder ins Tal hinunterwollten, kam es zu langen Staus. Etwa in der Nähe des Dent de Vaulion im Kanton Waadt: «Es waren sicher 1000 Leute dort», berichtet ein News-Scout, die die Sonnenfinsternis als passionierte Fotografin verfolgte.

«Unbeschreibliches Chaos»: Unfälle, Pannen, Gedrängel

«Es war ein unbeschreibliches Chaos! Autos waren weit vom Restaurant entfernt geparkt, bis in den Hang hinein, manchmal auf ziemlich anarchische Weise. Fahrzeuge blockierten sogar die Fahrbahn. Der Verkehr kam dadurch komplett zum Erliegen», berichtet die Frau, die nach eigenen Angaben mit ihrem Auto während einer halben Stunde keinen Meter weit kam. «Es hatte sogar einen Abschleppwagen. Ich weiss nicht, wie er es geschafft hat, dort hochzukommen.»

Dennoch blieb die Stimmung recht entspannt, versichert sie. «Die Leute waren ziemlich gelassen, wir lachten, alle waren gut gelaunt.» Sie brauchte für den Nachhauseweg schliesslich 1 Stunde und 45 Minuten statt wie üblich 35 Minuten.

Vier Stunden für den Abstieg vom Salève

Zwei Frauen aus Nyon berichten, dass es auch am Salève zu sehr langen Wartezeiten gekommen sei. Der Berg in Frankreich ist nur sechs Kilometer von Genf entfernt und gilt als Hausberg der Stadt. Die Leserinnen waren kurz nach der Sonnenfinsternis um 20.30 Uhr bereits wieder bei ihrem Auto. Zu Hause kamen sie aber erst um 0.30 Uhr an: Zunächst habe ein Auto den Weg blockiert, dann habe ein anderes Fahrzeug eine Panne erlitten. Danach sei es auf der Strasse in Richtung Genf auch noch zu einem Unfall gekommen. «Zivilpersonen regelten den Verkehr, die Polizei haben wir nie gesehen», berichten die News-Scouts.

Wie hast du die Sonnenfinsternis erlebt?

Auf Anfrage von 20 Minutes erklärt die Kantonspolizei Waadt, dass man nur wenige Anrufe im Zusammenhang mit diesen Staus erhalten habe. Eine Meldung sei zu Veytaux eingegangen, wo um etwa 20.50 Uhr um die zehn falsch geparkte Fahrzeug den Verkehr auf der Strasse nach Sonchaux behindert hätten.

Sophie Zuber

von

Sophie Zuber (szu) ist seit 2018 Journalistin bei 20 minutes. Sie begann dort in der Rubrik Stars & Co., bevor sie zum Webteam wechselte.

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