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Saturday, September 19, 2026

Lausanne und Genf – Tausende Demonstrierende fordern Klima-Massnahmen

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  • Im Nachgang des Hitzesommers sind in Genf und Lausanne Tausende Menschen auf die Strasse gegangen.
  • Sie protestierten gegen Untätigkeit angesichts der Klimaerwärmung.
  • Neben der Senkung des CO2-Ausstosses fordern die Demonstrierenden Klima-Anpassungsmassnahmen.

Auf Plakaten stand «Es gibt keinen Planeten B» und «Das Flugzeug der Zukunft ist der Zug». In Lausanne und Genf marschierten die Demonstrierenden hinter einem Transparent mit der Aufschrift «Suffoquer n'est pas une fatalité» («Ersticken ist nicht unabwendbar»).

Auch zahlreiche Kinder waren in Lausanne dabei und trugen ihre eigenen Plakate, auf denen Parolen standen wie «Wir wollen spielen, nicht schwitzen» oder «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, macht eure, um die Erde zu retten».

Nach Schätzung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA versammelten sich in Lausanne zunächst rund 6000 Teilnehmende. Später kamen nach Polizeiangaben rund 12'000 Menschen zusammen. In Genf nahmen nach Angaben der Organisatoren rund 7000 Menschen an der Kundgebung teil, die Polizei sprach von 3000 Personen.

Kritik an Bundesrat Albert Rösti

Auf dem Weg durch die Lausanner Innenstadt hielt der Demonstrationszug mehrmals für Reden an. Insbesondere ergriffen Personen aus Bereichen das Wort, die von der Hitzewelle betroffen sind – etwa aus der Bildung oder der Landwirtschaft. Rednerinnen und Redner riefen zudem dazu auf, Druck auf die Behörden auszuüben.

Eine Person in einem blauen Kostüm hält ein Schild bei einer Versammlung, im Hintergrund eine Kirche.
Legende: «In diesem Sommer hat es stark an Wasser gemangelt. Das betrifft vor allem die Landwirtschaft und unser Überleben», sagt dieser Demonstrierende. KEYSTONE / Valentin Flauraud

In diesem Zusammenhang wurde besonders Bundesrat Albert Rösti kritisiert und mehrfach ausgebuht. Auch auf Plakaten nahmen Demonstrierende den Umweltminister ins Visier, etwa mit Sprüchen wie «Rösti auf unseren Tellern, nicht im Bundesrat».

Sommer 2026 als «heilsamer Schock»

Zu den Kundgebungen aufgerufen hatten mehr als hundert Organisationen und Parteien. Der Sommer 2026 müsse als heilsamer Schock wirken, machten sie geltend. Die Demonstrierenden forderten Klima-Anpassungsmassnahmen und die Senkung des CO2-Ausstosses.

In mehreren Schweizer Städten finden am 2. Oktober ähnliche Kundgebungen statt. Laut den Organisatoren soll es sich dabei «nur um einen Anfang» handeln. Es brauche eine dauerhafte Bewegung, damit der Klimawandel politisch oberste Priorität werde. Ohne Kurswechsel könnten die Temperaturen im Sommer bis 2050 auf 50 Grad steigen, warnen sie.

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