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Thursday, October 15, 2026

Irische Bestsellerautorin – Sally Rooney stoppt Buchverkauf in Grossbritannien – warum?

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Was ist passiert? Die irische Bestsellerautorin Sally Rooney lässt ihre Bücher derzeit nicht mehr nach Grossbritannien ausliefern. Ihr britischer Verlag Faber & Faber hat in einer Stellungnahme mitgeteilt, Rooneys Werke im Vereinigten Königreich «in keinem Format mehr anzubieten». Hintergrund ist Rooneys Unterstützung der in Grossbritannien verbotenen Gruppe «Palestine Action». Bereits im Handel befindliche Exemplare von Rooneys Büchern bleiben aber laut «BBC» weiterhin erhältlich.

Regal mit Büchern in verschiedenen Farben, einschliesslich eines blauen Buches mit gelber Schrift.
Legende: Sally Rooneys Bücher sind internationale Bestseller. Nun werden sie nicht mehr in die Buchhandlungen Grossbritanniens geliefert. Leon Neal/Getty Images

Was verbindet Rooney mit «Palestine Action»? Rooney unterstützt die propalästinensische Gruppierung öffentlich – und selbst nach einem Verbot der Aktivistengruppe bekräftigte die Autorin, «Palestine Action» weiterhin unterstützen zu wollen. Die britische Regierung hatte die Gruppe als Terrororganisation eingestuft und verboten. Das, nachdem Aktivisten im Sommer 2025 auf einem RAF‑Stützpunkt zwei Flugzeuge mit Farbe besprüht hatten.

Wie begründet sich Sally Rooneys aktueller Entscheid? Gegenüber «BBC» sagte Rooney, eine weitere Veröffentlichung ihrer Werke könnte möglicherweise einen «schwerwiegenden Straftatbestand» darstellen. Da Rooney angekündigt hatte, Einnahmen aus ihren Werken zur Unterstützung von «Palestine Action» einzusetzen, befürchtet sie rechtliche Konsequenzen. Sie habe sich nun mit ihrem Verlag darauf geeinigt, ihre Bücher nicht länger an die Buchhandlungen zu liefern. Der Verlag erläutert in seiner Stellungnahme: «Die Werke einer Autorin zu verkaufen, die daraus erzielten Einnahmen aber nicht an sie weiterleiten zu können, ist für einen Verlag eine unhaltbare Situation.»

Macht sich Rooney strafbar? Ihrer Einschätzung nach bewegt sich Rooney in einem rechtlich heiklen Bereich, wie der «Guardian» schreibt. Für sie relevant: Das britische Recht stellt nicht nur die Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation unter Strafe. Laut Paragraf 15 des «Terrorism Act» macht sich auch strafbar, wer «Geld oder anderes Eigentum bereitstellt und weiss oder begründeten Anlass zu der Annahme hat, dass dieses für terroristische Zwecke verwendet werden wird oder verwendet werden könnte», wie der «Guardian» schreibt. Darauf steht eine Höchststrafe von 14 Jahren Gefängnis.

Äussert Rooney zum ersten Mal ihre Angst vor Verhaftung? Nein. Die Schriftstellerin ist beispielsweise schon im September 2025 einer Preisverleihung in London ferngeblieben. Sie befürchtete, bei der Einreise nach Grossbritannien festgenommen zu werden. Der «Guardian» hatte berichtet. Auch hier war der Hintergrund Rooneys Solidarität mit «Palestine Action» und ihre Ankündigung, Einnahmen aus ihrem Buchverkauf an die Gruppe zu spenden. Downing Street warnte damals: Rooneys Spendenpläne könnten eine Straftat darstellen.

Wie geht es weiter? Ob das Verbot von «Palestine Action» durch den «Terrorism Act» weiterhin bestehen wird, ist nicht geklärt. Nachdem es der High Court Anfang 2026 zunächst aufgehoben hatte, bestätigte später ein Berufungsgericht die Rechtmässigkeit des Terrorismusgesetzes. Nun soll der britische Supreme Court im November über den Fall entscheiden. Von diesem Entscheid dürfte auch abhängen, was die Folgen für Unterstützerinnen und Unterstützer der Gruppe sind.

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