SFV-Boss Knäbel reagiert auf wilde Spionage-Vorwürfe

- Ex-Schalke-Goalie Ralf Fährmann erhebt in seiner Biografie Spionage-Vorwürfe gegen SFV-Präsident Peter Knäbel.
- Knäbel soll auf Schalke lautlos durch Gänge geschlichen sein und sein Sakko in Kabine und Kraftraum vergessen haben, um Gespräche mitzuhören.
- Auch Trainer-Legende Christian Gross bekommt sein Fett weg – Fährmann spottet über seinen veralteten Stil.
Ex-Schalke-Goalie Ralf Fährmann bringt demnächst seine Biografie auf den Markt. Die «Bild-Zeitung» hat vorab bereits einige Passagen aus dem Buch des 38-Jährigen veröffentlicht, die es in sich haben. Gleich zwei Grössen des Schweizer Fussballs bekommen ihr Fett weg.
So erhebt Fährmann in seiner Biografie Vorwürfe gegen den heutigen SFV-Präsidenten Peter Knäbel, der zwischen 2018 und 2024 in verschiedenen Funktionen, u.a. als Sportvorstand beim deutschen Traditionsverein FC Schalke 04 tätig war. «Er (Knäbel) schlich immer lautlos durch die Gänge und stand plötzlich vor einem. Seine Bürotür liess er immer offen. Wir spekulierten, er mache das, damit er unsere Gespräche mithören konnte», schreibt Fährmann.
Fährmann packt Anekdoten zu Knäbel und Gross aus
Passend zu dem Spionage-Verdacht sei Knäbels Sakko gewesen. «Es hing jeden Tag woanders. Mal bei den Physios, mal in unserer Kabine, mal im Kraftraum», so Fährmann. Knäbel habe es auf seine Vergesslichkeit geschoben. «Wir mutmassten, dass er uns auf diese Weise belauschte. Was viel über unser Verhältnis zu ihm aussagt.» Knäbel selbst reagierte bislang noch nicht öffentlich zu diesen Vorwürfen.
Neben Knäbel kommt auch Christian Gross in Fährmanns Buch vor. «Mit seiner Weste sah er aus wie ein Rentner, der einen Angelausflug machte», spottet der deutsche Ex-Keeper über die Schweizer Trainerlegende, die 2021 ein äusserst glückloses Engagement auf Schalke durchlebte.
Fährmann betont im Buch, dass «Herr Gross ein unglaublich netter Mensch war. Nur eben aus der Zeit gefallen.» Einmal habe der frühere Erfolgscoach des FC Basel den Schalke-Spielern mit dramatischen Worten als Belohnung fürs Weiterkommen im DFB-Pokal fünfzig personalisierte Visitenkarten pro Spieler versprochen. «Die Hälfte der Spieler wusste nicht mal, was Visitenkarten sind».
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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