USA greifen iranische Öltanker an
Zuvor offenbar Raketen abgefangen USA greifen iranische Öltanker an
Stand: 05.09.2026 • 17:17 Uhr
Vor der Küste Irans hat das US-Militär drei iranische Öltanker außer Gefecht gesetzt. Es spricht von einer Reaktion auf Attacken der Revolutionsgarde: Diese soll zuvor Raketen auf Marineschiffe abgefeuert haben.
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben drei iranische Öltanker im Persischen Golf und im Golf von Oman attackiert. Zwei der Handelsschiffe seien "dauerhaft außer Gefecht gesetzt", der dritte sei leer gewesen und "vollständig zerstört" worden, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit.
Den Angriffen waren laut CENTCOM Attacken der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) auf zwei US-Kriegsschiffe mit ballistischen Raketen vorausgegangen. Ein Flugzeugträger und ein Lenkwaffenzerstörer seien von den "unprovozierten Attacken" nicht getroffen worden, Soldaten seien nicht verletzt worden.
Die angegriffenen Tanker gehörten nach US-Angaben zu einem Schattennetzwerk, das zur Finanzierung der Revolutionsgarden beiträgt. "Die Botschaft an die IRGC muss unmissverständlich sein: Wenn ihr auf zwei unserer Schiffe schießt, werden wir euch noch höhere wirtschaftliche Kosten aufbürden, indem wir drei eurer Schiffe ausschalten", zitierte das Militär den CENTCOM-Kommandeur, Admiral Brad Cooper. Die US-Streitkräfte seien bereit, die zahlenmäßig begrenzte und ungeschützte Ölflotte Irans zu zerstören.
Ein Angriff neben der Insel Charg
Iranische Medien hatten zuvor von Explosionen in der Nähe der Insel Charg im Persischen Golf berichtet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Tasnim sollen vier US-Raketen einen iranischen Öltanker rund elf Kilometer vor der Küste der Insel getroffen haben. Demnach gab es keine Opfer.
Charg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden dort mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt. Die USA hatten die Insel bereits mehrfach angegriffen.
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