Migros-Onlineshop: Immer wieder Produkte nicht lieferbar

- Im Migros-Onlineshop sind seit Wochen zahlreiche Produkte wie Eier, Tampons und WC-Papier nicht verfügbar.
- Grund ist das neue Verteilzentrum in Regensdorf ZH, das die Standorte Pratteln und Bremgarten ablöst.
- Migros-Sprecher Andy Zesiger nennt die Lücken «branchenüblich» bei der Inbetriebnahme eines neuen Logistikstandorts.
Seit Wochen ärgern sich Migros-Onlineshop-Kundinnen: Immer wieder sind Produkte nicht verfügbar. «Es ist sehr mühsam, und zwar seit mehreren Wochen», sagt eine Kundin aus dem Zürcher Unterland gegenüber den Zeitungen von CH Media. Die zweifache Mutter bestellt ihre grösseren Einkäufe normalerweise online, um Zeit zu sparen – zuletzt hiess es im Warenkorb aber immer wieder: mehrere Artikel nicht verfügbar.
Auch eine Kundin aus der Stadt Zürich ist genervt: «Von Bio-Gurken bis zum Waschmittel, ständig fehlt etwas im Onlineshop», erklärt sie im Gespräch mit der «Aargauer Zeitung». Betroffen sind unter anderem Tampons, Eier, Salatspinat, WC-Papier, Datteltomaten, Feinwaschmittel und Cracker. Ein Blick in den Online-Shop am Samstagmorgen zeigt, dass aktuell Salatspinat und Datteltomaten Sélection nicht lieferbar sind.
Neues Verteilzentrum in Regensdorf ZH
Die Migros räumt ein, das Onlineshop-Sortiment «in einzelnen Bereichen gezielt reduziert» zu haben, wie Sprecher Andy Zesiger gegenüber den Zeitungen von CH Media sagt. Grund ist das neue, Ende Mai eröffnete Verteilzentrum in Regensdorf ZH, das die Standorte Pratteln BL und Bremgarten AG ablöst. Die Prozesse würden derzeit «kontrolliert hochgefahren», dabei seien einzelne Produkte zeitweise nicht erhältlich.
Worauf achtest du beim Online-Lebensmitteleinkauf am meisten?
Der Wechsel auf eine grössere, teilautomatisierte Infrastruktur bringe anspruchsvolle Anlaufphasen mit sich, so Zesiger. Der Start verlaufe aber bislang wie geplant. Die Einschränkungen seien unbefriedigend, aber «ein branchenüblicher Vorgang bei der Inbetriebnahme eines komplexen neuen Logistikstandorts».
Man bedauere die Unannehmlichkeiten. Mit der reduzierten Auswahl wolle die Migros Überlastungen im Betrieb vermeiden. Negative Effekte auf die Bestellzahlen gebe es keine – im Gegenteil: Dank höherer Kapazität und mehr verfügbaren Lieferterminen am Folgetag wachse das Geschäft sogar.
Kühlregale wegen Hitzewelle abgeschaltet
Bereits im Juli fehlten in einigen Filialen der Genossenschaft Migros Aare Produkte in den Kühlregalen. Dort war es aber nicht eine «gezielte Reduktion» sondern höhere Gewalt. Die hohen Aussentemperaturen beeinträchtigen die Kühlanlagen – rund 50 Prozent mussten abgeschaltet werden. Betroffen waren Filialen in Egerkingen, Wildegg und Buchs.
Die Genossenschaft Migros Aare bestätigte Anfang Juni auf Anfrage, dass es in der Filiale im Gäupark zu Einschränkungen bei Kühlprodukten kam. «Grund dafür ist die aktuell sehr hohe Aussentemperatur: Diese beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit der Kühlanlagen, da die notwendige Abluftkühlung nicht mehr vollständig gewährleistet werden kann», erklärte damals Neda Golafchan, Mediensprecherin der Genossenschaft.
Mehr zu diesem Thema
Bleiben Sie über Wirtschaftsthemen informiert
Wenn Sie die Benachrichtigungen des Wirtschaftskanals abonnieren, bleiben Sie stets top informiert über die Entwicklungen der Business-Welt. Erfahren Sie dank des Dienstes zuerst, welcher Boss mit dem Rücken zur Wand steht oder ob Ihr Job bald durch einen Roboter erledigt wird. Abonnieren Sie hier den Wirtschafts-Push (funktioniert nur in der App)!
So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Wähle hier die gewünschten Themen aus.
Social Media
Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
