Arbeiter fanden Skelett: Toter war für Street Parade angereist

- Bei Bauarbeiten an der Langstrasse in Zürich wurden Ende April 2024 menschliche Knochenteile entdeckt.
- Der Tote ist ein 48-jähriger Italiener, der 2022 zur Street Parade nach Zürich gereist war und noch am selben Wochenende starb.
- Die Todesumstände und der Weg des Leichnams zur Langstrasse sind ungeklärt; das Verfahren wurde im Februar 2026 sistiert.
Die Stadtpolizei Zürich stand im Frühjahr 2024 vor einem Rätsel. Rund zwei Jahre nach dem Fund menschlicher Knochenteile auf einer Baustelle an der Langstrasse liegen nun erste Erkenntnisse vor: Beim Verstorbenen handelt es sich laut «Tages-Anzeiger» um einen damals 48-jährigen Italiener, der im Jahr 2022 zur Street Parade nach Zürich gereist war.
Am 30. April 2024 hatten Mitarbeitende einer Baufirma die Stadtpolizei alarmiert. Bei Abbrucharbeiten sei ein Schädel entdeckt worden, hiess es damals in einer Polizeimitteilung.
Wie kam die Leiche an die Langstrasse?
Gemeinsam mit dem Forensischen Institut Zürich durchsuchten die Ermittler den Bauschutt mit Unterstützung der Baufirma. Dabei wurden weitere Skelettteile gefunden. Eine Identifizierung des Opfers war zu diesem Zeitpunkt aufgrund der wenigen Überreste zunächst nicht möglich.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich nun heraus, dass der Mann im Sommer 2022 die Street Parade in Zürich besucht hatte und noch am selben Wochenende starb. Unter welchen Umständen dies geschah, ist laut «Tages-Anzeiger» weiterhin unklar. Ebenso offen bleibt, ob der Mann während der Veranstaltung, auf dem Weg dorthin oder erst danach ums Leben kam.

Nicht geklärt ist zudem, wie der Leichnam an die Langstrasse gelangte.
Eine strafrechtliche Untersuchung läuft derzeit nicht. Das Verfahren wurde im Februar 2026 sistiert, also vorläufig eingestellt. Der Fall gilt damit jedoch nicht als endgültig abgeschlossen: Sollten neue Hinweise auftauchen, könnten die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.
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Hier findest du Hilfe:
Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen
Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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