Brandkatastrophe Crans-Montana – Crans-Montana: Rücktritte erschüttern Opfer-Stiftung Beloved

24 Millionen Franken stehen der Stiftung Beloved zur Verfügung, um den Familien zu helfen, die von der Brandkatastrophe vom 1. Januar in Crans-Montana betroffen sind. Sie ist auf Initiative des Kantons Wallis gegründet worden und wird von Ex-Bundesrätin Doris Leuthard geleitet.
Erste Geldzahlungen an die Familien der Opfer sind erfolgt. Aber interne Spannungen sollen die Arbeit der Stiftung erschweren. Das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS berichtet von einer teilweise belastenden und ungesunden Atmosphäre. Die Vertreter der französischen, italienischen und schweizerischen Familien seien alle aus dem Stiftungsrat zurückgetreten.
Enorme Verantwortung
Mehrere Quellen aus dem Umfeld der Stiftung Beloved geben zu bedenken, dass diese Stiftung in Rekordgeschwindigkeit gegründet werden musste. Schliesslich habe man den Familien und Angehörigen der 41 Opfer rasch eine Antwort geben müssen.
Der Bericht von RTS zu den Problemen bei der Stiftung Beloved:
Die Abgänge aus dem Stiftungsrat kommen in einem Moment ans Licht, in dem die Stiftung in die operative Phase eintritt. Christian Cardon, der Geschäftsführer der Stiftung, spricht vom starken Druck, der innerhalb dieser Organisation herrsche. Und er betont die grosse Verantwortung, die auf ihren Mitgliedern bei der Verteilung des Geldes laste. Seit der Gründung der Stiftung sei eine Flut von Anträgen eingegangen.
Wenig Transparenz
Einige Familien wundern sich über die mangelnde Transparenz der Stiftung in Bezug auf die jüngsten Abgänge. Und sie fragen sich, ob diese Auswirkungen auf die Verteilung der verwalteten Gelder haben werden.
Cardon gibt sich zuversichtlich. Er versichert, dass erste Entscheide für Zahlungen getroffen worden seien, ohne konkrete Beträge zu nennen. Diese Hilfen kämen vorrangig Menschen zugute, die noch keine Entschädigungen erhalten haben – hauptsächlich Personen mit schweren psychischen Traumata und nicht unbedingt körperlichen Verletzungen.
Cardon räumt ein, dass die Mitglieder des Stiftungsrats zu Beginn möglicherweise schlecht ausgewählt wurden. Er sieht in diesen Abgängen aber die Gelegenheit, nach neuen Kräften zu suchen, die besser in der Lage sind, die Bedürfnisse der Familien zu verstehen – insbesondere die psychischen Traumata, die sie bei der Tragödie erlitten hätten.
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