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Saturday, September 19, 2026

World Skills 2026 in Schanghai – So will es ein Schwyzer Plattenleger an die Weltspitze schaffen

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World Skills 2026 in Schanghai So will es ein Schwyzer Plattenleger an die Weltspitze schaffen

42 Berufstalente aus der Schweiz messen sich mit den besten Nachwuchskräften aus aller Welt. Einer von ihnen: Noah Hess.

«Das Schönste an meinem Beruf? Ganz klar das Plätteln.» Spricht Noah Hess über seine Arbeit, beginnt der 22-Jährige zu strahlen. Seine liebste «Baustelle» sei das Bad. Als Plattenleger sehe er fortlaufend, was er geschafft habe. «Du kommst am Morgen in ein leeres Badezimmer. Wenn du es am Abend verlässt, hat es bereits eine Form angenommen.»

Person in Arbeitskleidung kniet und arbeitet an einer Fliese.
Legende: Noah Hess arbeitet am liebsten im Badezimmer – hier an den Swiss Skills 2025. Weil mit Nischen auch ein paar Herausforderungen warten. «Und jedes Badezimmer ein Unikat ist.» Ceruniq

Ein guter Plattenleger definiere sich über die vielen Details, die in einem Raum entstehen. «Sauber ausgeführt, machen sie das grosse Ganze zu einem perfekten Stück.»

Perfekt abliefern will Noah Hess auch in Schanghai. Vom 22. bis 27. September misst sich der Goldauer dort an den World Skills mit den besten Nachwuchstalenten seines Berufes.

23 Stunden Leistung, verteilt auf vier Tage

Seit Anfang des Jahres trainiert Noah Hess dafür. Zum einen im Lehrbetrieb bei der Zinsli Plattenbeläge AG in Brunnen. Zum anderen in den Lehrhallen des Bildungsparks in Dagmersellen. Jeden Monat verbringt Noah Hess dort eine Trainingswoche. Feilt am Handwerk, trimmt aber auch seine geistige Fitness.

Zur Seite steht ihm dabei Trainer Raphael Rubin. «An den World Skills müssen die Teilnehmenden 23 Stunden Leistung erbringen, verteilt auf vier Tage», sagt Rubin. Die Unterbrüche dazwischen seien sehr anspruchsvoll. Quasi auf Knopfdruck müsse abgeliefert – und dann auch wieder in die Erholungsphase gewechselt werden.

Noah bringt die nötige Ruhe mit.

Während des Trainings legt Raphael Rubin seinem Schützling Stolpersteine in den Weg. Manchmal müssen Plättli unverhofft ausgetauscht werden, manchmal fehlen sie. «Situationen, die ihn aus dem Konzept bringen.» Trainer Rubin glaubt an die Chancen von Noah Hess: «Weil er die nötige Ruhe mitbringt.»

Teilnahme kostet Verband rund 100'000 Franken

2025 sicherte sich der junge Plattenleger an den Swiss Skills den zweiten Platz. In einer internen Ausmarchung setzte sich Noah Hess daraufhin gegen den amtierenden Schweizermeister durch – und fliegt nun nach Schanghai.

Wir hoffen, dass sich Noah Hess auch in Zukunft als Botschafter für unseren Berufsstand einsetzt.

Der zuständige Plattenverband Ceruniq lässt sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft etwas kosten: Vorbereitungen, Trainings und Reise belaufen sich alles in allem auf rund 100'000 Franken.

Dies sei auch eine Investition in den Nachwuchs, sagt Andreas Furgler, Geschäftsführer von Ceruniq. Denn der Branche fehlen Fachkräfte. «Wir hoffen, dass sich Noah Hess auch in Zukunft als Botschafter für unseren Berufsstand einsetzt.» Denn wird Hess in Schanghai zum Goldjungen, wird daraus auch eine Geschichte über die Stärke der Schweizer Berufslehre.

Ähnlich tönt es von Marcel Zinsli, dem Inhaber des Ausbildungsbetriebs: «Wettbewerbe wie die World Skills können helfen, Junge zu ermuntern, diesen Beruf zu erlernen.»

Zurück zu Noah Hess und seinem Abenteuer in Schanghai. «Ich bin sehr gespannt – auf die Kultur, die Leute, auf die anderen Teilnehmenden.»

Jetzt kann ich es einfach noch besser – und in einer schnelleren Zeit.

So wie die Vorfreude von Tag zu Tag wächst, so steigt auch die Ungeduld. «Ich bin froh, dass es bald so weit ist.» Haben sich die unzähligen Trainingsstunden – und damit auch der Verzicht auf einige Töfftouren während der Freizeit – gelohnt?

«Die Qualität war vorher schon da», sagt der Plattenleger. «Jetzt kann ich es einfach noch besser – und in einer schnelleren Zeit.» Ob sich das auch in eine Medaille ummünzen lässt? Die Weltmeisterschaften werden es weisen.

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