«So etwas darf nicht passieren»: Peinlich-Panne bei Swiss Indoors

Darum gehts
- Erst nach dem 1. Game bemerken die Beteiligten, dass beim Halbfinal in Basel die Einzelpfosten fehlen.
- Taylor Fritz (ATP 13) hatte im ersten Aufschlagsspiel gegen Valentin Vacherot (ATP 31) ein Break kassiert.
- SRF-Experte Marco Chiudinelli spricht von einem «Riesenfehler des Schiedsrichters».
Taylor Fritz (ATP 13) misslingt der Start in den ersten Halbfinal der Swiss Indoors gründlich. Der favorisierte US-Amerikaner kassiert gleich im ersten Aufschlagsspiel ein Break gegen seinen monegassischen Widersacher Valentin Vacherot (ATP 31).
Ärgern darf sich Fritz zu Beginn der Partie in der ausverkauften St. Jakobshalle aber nicht nur wegen eigener Unzulänglichkeiten, sondern auch wegen eines peinlichen Fehlers von Stuhlschiedsrichter Manuel Absolu. Der 35-jährige Franzose übersieht wie offenbar auch die beiden Spieler zu Beginn des Matches die fehlenden Einzelpfosten beim Netz.
Netzpfosten fehlen zu Beginn des Basel-Halbfinals
Da vor dem Duell zwischen Fritz und Vacherot bereits der Doppel-Halbfinal zwischen dem Deutschen Constantin Frantzen und dem Niederländer Robin Haase und den beiden Briten Julian Cash und Lloyd Glasspool stattfand, wurden die Einzelpfosten beim Netz des Centre Courts entfernt.
Der Unparteiische reagiert erst, als er nach dem ersten Game offensichtlich von der Fritz-Entourage auf die fehlenden Pfosten hingewiesen wird. «Uiuiui, das habe ich noch nie gesehen», kommentiert Tennisexperte Marco Chiudinelli die skurrilen Szenen auf SRF, als einige Betreuer im Eilzugtempo verspätet die Netzpfosten befestigen.
«Das war ein Riesenfehler des Schiedsrichters»
«Im Doppel spielt man ohne diese sogenannten Einzelpfosten. Die machen das Netz höher. Dementsprechend war es etwas einfacher zum Tennisspielen», erklärt Chiudinelli den Sinn und Zweck der fehlenden Pfosten. Der Basler sagt, er könne sich nicht an einen Punkt erinnern, den das tiefe Netz jetzt massgeblich beeinflusst hätte. «Und trotzdem kann so etwas natürlich in den Kopf gehen, wenn man ein Break kassiert. So etwas nervt einem schon. Weil visuell war es kein korrektes Netz.»
SRF-Kommentator Manuel Köng kann den Fauxpas ebenfalls nicht verstehen: «So etwas darf natürlich eigentlich nicht passieren.» Experte Chiudinelli führt aus: «Das war ein Riesenfehler des Schiedsrichters. Das wird absolut sicher nicht noch ein zweites Mal passieren in seiner Karriere.»
Wie streng würdest du einen Schiedsrichterfehler wie in Basel bewerten?
Fritz ärgert sich über den Lapsus des Unparteiischen und redet lautstark auf ihn ein. Offenbar versucht der US-Star erst, den Supervisor auf den Platz holen zu lassen. Nachdem ihm Absolu aber schildert, dass dies nichts bringen würde und man keine gespielten Punkte zurücknehmen könne, lenkt auch Fritz ein.
Der 29-Jährige findet nach den kuriosen Szenen erst den Tritt und holt rasch das Rebreak. Im Tiebreak muss er den ersten Satz aber doch abgeben. Derzeit läuft noch der zweite Durchgang.
Florian Gnägi (flo) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten im Ressort Sport. Seine grösste Expertise hat er auf den Themengebieten Fussball und Tennis.
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