Hitzesommer hinterlässt bleibende Spuren

Der Hitzesommer 2026 hat Schweizer Gewässer stark verändert. An mehreren Orten wurden historische Tiefstände erreicht – mit Folgen für Natur, Freizeit und Alltag. Fünf Beispiele zeigen, wie deutlich sich die Hitze bemerkbar machte.
Publiziert: vor 16 Minuten
- Der Hitzesommer 2026 liess Schweizer Gewässer stark sinken
- Am Zürichsee und in Gelterkinden gab es Rekordtiefstände
- Die Limmat war warm, Boote sassen fest, Benzin 10 Rp. teurer
Pauline BouillonRedaktorin News Desk
Trockene Wiesen, überfüllte Badis und viel Schweiss: Der Sommer war extrem. Die langanhaltende Hitze hinterliess Spuren, die man noch immer sehen kann. Besonders die Schweizer Gewässer sind schwer getroffen.
Die Auswirkungen zeigten sich in der ganzen Schweiz – von historischen Markierungen an einem Felsen im Zürichsee über sinkende Grundwasserstände bis zu ungewöhnlich warmem Wasser in der Limmat.
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Stäfa ZH: Der Zürichsee gibt historische Spuren frei
Der Zürichsee zieht sich zurück – und gibt Geschichte frei. In Stäfa liegt der Stäfner Stein plötzlich weiter trocken als gewohnt. Jetzt hat die Gemeinde den historischen Tiefstand verewigt: Am 12. Oktober wurde die Jahreszahl 2026 in den Felsen gemeisselt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Schon im August fiel der Pegel an der Messstation Zürichhorn auf 404,45 Meter über Meer – tiefer als beim bisherigen Rekord von 1952. Sogar eine kleine Insel vor Stäfa tauchte wieder auf. Sie war zuletzt vor 74 Jahren zu sehen.
2
Gelterkinden BL: Vier Meter unter Normal!
Die Trockenheit geht unter die Erde: In Gelterkinden ist der Grundwasserstand laut «BZ Basel» auf ein Allzeittief gesunken – vier Meter unter dem Normalwert! Was fehlt, ist der Nachschub von oben: Bleibt der Regen aus, können sich die unterirdischen Wasservorräte kaum erholen. Das ist mehr als ein Rekordwert. Selbst wenn es wieder regnet, ist die Entwarnung nicht sofort da: Bis das Wasser durch den Boden sickert und die Reserven auffüllt, kann es lange dauern.
3
Baden AG: Die Limmat kocht
Tomaten statt Fische! In Baden zeigt sich der Hitzesommer von seiner skurrilen Seite: Die Limmat war so warm wie noch nie. Weil das Flussbett teilweise trocken liegt, wachsen dort jetzt Tomaten, berichtet die «Aargauer Zeitung».
4
Bodensee TG: Boote sitzen plötzlich auf dem Trockenen
Die Ferien am Bodensee mussten dieses Jahr teils ohne Bootstour stattfinden. Am Untersee sassen im Juli Boote auf Grund. Der niedrige Wasserstand machte aus Liegeplätzen plötzlich Kiesflächen. Was sonst ein idyllischer Sommerplatz ist, wurde für Bootsbesitzer zum Problem.
2:09
Böötler aus Mammern TG:«Es gab noch nie so wenig Wasser im See»
5
Basel: Der Rhein trocknete aus – und die Preise stiegen
Zu wenig Wasser, weniger Fracht, höhere Preise: Der Rhein führte so wenig Wasser, dass Frachtschiffe nur noch einen Bruchteil ihrer Ladung transportieren konnten. Das traf auch die Schweiz: Rund jeder dritte Liter Benzin und Diesel kam über die Basler Rheinhäfen ins Land.
Das spüren Herr und Frau Schweizer direkt im Portemonnaie: Wegen des tiefen Rheinpegels stiegen die Benzinpreise im Juli um rund 10 Rappen pro Liter.
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