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Sunday, September 27, 2026

Abstimmung Kanton Bern – Berner Bildungsinitiative: Deutliches Nein zeichnet sich ab

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  • Die Stimmberechtigten des Kantons Bern sagen deutlich Nein zur Bildungsinitiative.
  • Die Initiative des Berufsverbands Bildung Bern wollte die Qualität der Bildung in der Kantonsverfassung verankern.
  • Regierung, Parlament und mehrere Wirtschaftsverbände sprachen sich dagegen aus.

«Die Schwäche der Initiative ist, dass sie zwar ein Versprechen macht, aber keine konkreten Massnahmen einfordert», so die Einschätzung von SRF-Bern-Korrespondent Samuel Burri. «Die Gegner wiederum warnen vor konkreten finanziellen Folgen. Das funktioniert im mehrheitlich bürgerlichen Kanton Bern besser.»

Bern-Korrespondent: «Kein Nein zu Investitionen in Bildung»

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Ein Mann mit Brille in einem Anzug vor einem weissen Hintergrund.
Legende: Bern-Korrespondent Samuel Burri: «Die Initiative war zu allgemein formuliert» SRF

Eine Einschätzung von SRF-Bern-Korrespondent Samuel Burri: «Gute Bildung wollen alle – linke und rechte Parteien, Lehrerinnen und Gewerbetreibende. Doch was genau Bildungsqualität bedeutet, das ist schwierig zu definieren. Und das war die Schwäche der Berner Bildungsinitiative: Sie war zu allgemein formuliert und die Auswirkungen wurden zu wenig klar.

Gegenstimmen der Initiative warnten vor Mehrkosten im Bildungsbereich. Das war ein einfaches und greifbares Argument. Das Initiativkomitee konnte dieses Argument nicht entkräften. Trotz einem vielfach höheren Budget im Abstimmungskampf als bei den Gegnern.

Das Nein ist nicht als Votum gegen Investitionen in die Bildung zu verstehen. Vielmehr ist es ein Nein zu einem Verfassungsartikel, bei dem für viele Stimmberechtigte unklar blieb, was er am Ende tatsächlich bewirken würde.«

Alle zehn Verwaltungskreise des Kantons lehnen die Initiative ab: Mit 76.8 Prozent fiel das Nein in Obersimmental-Saanen am deutlichsten aus, am knappsten in Bern-Mitteland mit rund 53 Prozent Nein-Stimmen.

Person in Anzug steht vor Plakaten und spricht.
Legende: Der Geschäftsführer von Bildung Bern, Stefan Wittwer, will die Qualität der Schulbildung in der Kantonsverfassung verankern. Keystone/Anthony Anex

Stefan Wittmer von Bildung Bern, dem Lehrpersonenverband, der hinter der Initiative steht, zeigt sich enttäuscht. «Ein Grund für das Nein war wohl die Angst vor den Finanzen, da diese nicht klar bezifferbar sind.»

Die Bildungsinitiative wollte, dass in der Kantonsverfassung künftig ausdrücklich geschrieben steht, dass Kanton und Gemeinden für eine Bildung von hoher Qualität sorgen und die notwendigen Mittel dafür zur Verfügung stellen.

Der Lehrpersonenverband Bildung Bern wollte etwa die Schulsekretariate ausbauen, damit sich die Lehrpersonen mehr dem eigentlichen Unterricht widmen können. Quereinsteigende sollten besser ausgebildet werden.

Regierung, Parlament, Wirtschaft gegen Initiative

«Ich bin sehr erleichtert», sagt die Initiativ-Gegnerin Nadja Günthör (SVP). «Die Bevölkerung hat mit dem Nein ein klares Zeichen gesetzt.» Die Arbeit fange aber jetzt erst an. Man müsse nun punktuell schauen, wie man das Bildungssystem in eine bessere Richtung steuern könne.

Mehrere Wirtschaftsverbände, das Parlament und auch die Regierung wagen dagegen. Der Kanton Bern habe in den vergangenen Jahren bereits viele Massnahmen ergriffen, um die Qualität der Schulbildung zu garantieren, argumentierte Regierungsrat Reto Müller (SP).

Ausserdem habe der Kanton bereits weitere Massnahmen aufgegleist, etwa um die Schulsekretariate aufzustocken und so die Lehrpersonen zu entlasten.

Abstimmungsdossier

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Grafik mit 'SRF News Abstimmungen' Text und abstrakten Linien.

Hier finden Sie News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 27. September 2026.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 27.9.2026, 12:03 Uhr ;  lana/fise;liea;gygm;stes/sda

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