Störung bei der Inselgruppe – Nach Ausfall: Spitalpersonal griff zu Bleistift und Papier

- Eine Störung hat das Informationssystem der Berner Spitalgruppe Insel am Mittwochabend vorübergehend ausser Betrieb gesetzt.
- Der Vorfall stand nicht in Zusammenhang mit einer weltweiten IT-Panne.
- Ursache für den Ausfall war ein Problem mit der Hardware.
- Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten sei zu jeder Zeit gewährleistet gewesen.
Die Störung des Informationssystems der Inselgruppe sei am Mittwochabend gegen 20 Uhr aufgetreten, sagt Mediensprecher Olivier Dischoe gegenüber SRF. «Das Klinikinformationssystem ist eine wichtige digitale Schnittstelle, deshalb merkt man sehr schnell, wenn es nicht mehr funktioniert.» Die ganze Inselgruppe sei über das System vernetzt – Patientinnen, Zuweiser, Hausärzte.
Workflow wie zu alten Zeiten
Für den Spitalalltag bedeutete der Ausfall: Zurück zu Bleistift und Papier, sagt Dischoe. «Während der Nachtstunden brauchte es viel Handarbeit.» Das habe funktioniert, die Mitarbeitenden seien für solche Fälle geschult. Deshalb sei die medizinische Versorgung jederzeit gewährleistet gewesen. Die Notfallstationen blieben durchgehend offen und das Personal arbeitete nach Notfallplänen ohne das System weiter, sagt Dischoe.
Hintergrund des Ausfalls sei eine technische Störung gewesen, die sich auf die Hardware ausgewirkt habe. Am frühen Donnerstagmorgen wurde das Problem behoben, das System konnte an allen Standorten den Betrieb wieder aufnehmen.
Während des Tages habe das Programm jedoch zwischendurch immer noch gestockt, wenn Mitarbeitende etwa Dokumente und Bilder hochladen wollten. «Der Informationsaustausch zwischen verschiedenen Bereichen war eingeschränkt. In der Zwischenzeit ist alles wieder im grünen Bereich.»
Der genaue Auslöser wird nun gemeinsam mit dem Lieferanten untersucht.
Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 22.10.2026, 17:30 Uhr ; sda/lana; stat;rama
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