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Wednesday, October 14, 2026

Holpriger Start in Washington – Trumps neue Sprecherin: Loyal, konservativ, umstritten

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Holpriger Start in Washington Trumps neue Sprecherin: Loyal, konservativ, umstritten

Katie Zacharias Start im Weissen Haus ist holprig – und auch der Werdegang von Trumps neuer Sprecherin wirft Fragen auf.

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14.10.2026, 17:07

«Mein Präsident» statt «mein Ehemann»: Gleich bei ihrem ersten Auftritt als neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump verhaspelt sich Katie Zacharia. Nach nur 14 Minuten und drei zugelassenen Fragen ist ihre erste Pressekonferenz im Weissen Haus bereits vorbei. Doch wer ist die Frau, die künftig Trumps Botschaften in die Welt tragen soll?

Zacharia ist überzeugte Konservative, ehemalige Fernsehkommentatorin und vor allem eines: eine loyale Trump-Anhängerin. Der US-Präsident selbst bezeichnete sie bei ihrer Ernennung als treue Unterstützerin der ersten Stunde.

Frau mit langen blonden Haaren spricht bei einer Pressekonferenz am Rednerpult.
Legende: Die neue Sprecherin des Weissen Hauses, Katie Zacharia, ist Mutter von vier Kindern. Ihr Ehemann Tyler arbeitet als Filmproduzent. Getty Images / Chip Somodevilla

Zacharias politische Karriere beginnt früh: An der kalifornischen Pepperdine University engagiert sie sich bei den Republikanern, unter George W. Bush absolviert sie ein Praktikum im Weissen Haus. Nach ihrem Juraabschluss 2011 arbeitet sie zwei Jahre für eine Anwaltskanzlei in Peking. Später tritt sie als Kommentatorin bei Fox News und dem rechtskonservativen Sender Newsmax auf.

Anfang 2026 folgt ein kurzer Abstecher ins US-Heimatschutzministerium, dann der Wechsel zu Trumps Medienunternehmen, zu dem auch Truth Social gehört. Am 9. Oktober ernennt Trump sie zur Pressesprecherin des Weissen Hauses.

«Pizzagate» und die Sache mit dem Titel

Zacharia ist in der Vergangenheit mehrfach durch öffentliche Falschbehauptungen aufgefallen. 2022 beschuldigte sie den demokratischen Politikberater John Podesta der Pädophilie. Der Vorwurf knüpft an «Pizzagate» an: Hillary Clinton und Podesta sollen von einer Pizzeria aus einen Kinderpornografie-Ring betrieben haben. Belastbare Belege gibt es dafür keine.

Auch Zacharias berufliche Qualifikationen werfen Fragen auf. Bei Fernsehauftritten bezeichnete sie sich wiederholt als Anwältin. Zwar hat sie ein Jurastudium abgeschlossen, doch eine Zulassung als Anwältin in den USA ist nicht nachgewiesen.

Das Weisse Haus verweist auf ihre frühere Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei in Peking. Dafür habe sie die nötigen Qualifikationen besessen. Allerdings dürfen Ausländer in China zwar für Kanzleien arbeiten, die Anwaltsprüfung ist laut Rechtsexperten aber chinesischen Staatsangehörigen vorbehalten.

Wie viel Kritik lässt sie zu?

Und dann ist da die Frage nach dem Umgang mit den Medien. Zacharia will vermehrt auch kleineren, alternativen Plattformen Zugang zum Weissen Haus gewähren. Bei ihrem ersten Auftritt dürfen allerdings ausschliesslich drei konservative Medien Fragen stellen.

Das sorgt für Aufmerksamkeit, weil Medienverbände der Trump-Regierung seit Monaten vorwerfen, etablierte Redaktionen zurückzudrängen. Schon Zacharias Vorgängerin Karoline Leavitt war für scharfe Angriffe auf Journalisten bekannt.

Zacharias persönliche Loyalität zu Trump steht ausser Frage. Offen ist, wie sie diese mit ihrer Rolle als Ansprechpartnerin der Medien vereinbaren wird.

Im November stehen die Kongresswahlen an. Bis dahin soll sie Trumps Botschaften vermitteln – und wird sich auch daran messen lassen müssen, wie sie mit unbequemen Fragen umgeht.

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