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Wednesday, October 14, 2026

Schwangere Dominique bittet um Hilfe: Flugbegleiter weigert sich

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Im Podcast «Big Small Talk» erzählt die 31-jährige Australierin Dominique, sie habe einen Flugbegleiter gebeten, ihren Koffer im Gepäckfach über dem Sitz zu verstauen. Sie sei schwanger und habe sich beim letzten Mal verletzt. Darauf habe der Flugbegleiter laut Elissa geantwortet: «Wenn du deinen Koffer nicht über deinen Kopf heben kannst, musst du ihn aufgeben.» Welche Airline betroffen war, sagt sie nicht. Sie zeigt sich jedoch «schockiert» und spricht von mangelndem Respekt gegenüber Schwangeren.

«Ich wäre sofort aufgesprungen»

In den Kommentaren gehen die Meinungen auseinander. «Wenn du dein Handgepäck nicht heben kannst, gib es auf», findet eine Person. Eine andere Userin hält dagegen: «Ich wäre sofort aufgesprungen» – und nennt die Reaktion des Flugbegleiters beschämend.

Wie findest du es, wenn Flugbegleiter beim Verstauen von Handgepäck nicht helfen?

Mehrere Personen, die sich als Flight Attendants bezeichnen, verteidigen den Flugbegleiter. Eine Person behauptet, während des Boardings nicht bezahlt zu werden und bei einer Verletzung deshalb keine Entschädigung zu erhalten. Ob dies bei der betroffenen Fluggesellschaft zutrifft, ist unklar.

Muss Kabinenpersonal beim Koffer helfen?

Eine branchenweite Pflicht gibt es nicht; die Vorgaben unterscheiden sich je nach Airline. «Travelbook» etwa schreibt nach einem Gespräch mit einer Lufthansa-Flugbegleiterin, das Verstauen gehöre nicht zu den Aufgaben der Kabinencrew: «Deshalb wäre ein etwaiger Unfall beim Hochheben oder Verschieben eines Koffers (beispielsweise eine Zerrung, Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall) nicht als Arbeitsunfall versichert.» Bei leichtem Gepäck könnten Mitarbeitende freiwillig helfen, müssten es aber nicht. Das ist keine offizielle Lufthansa-Auskunft. Lufthansa fordert öffentlich zwar die Reisenden zum Verstauen auf, erklärt aber weder, dass die Crew grundsätzlich nicht helfen dürfe, noch dass Verletzungen unversichert seien.

Bei Asiana Airlines aus Südkorea müssen Passagiere ihr Handgepäck seit Januar 2025 grundsätzlich selbst in die Ablage heben. Ausgenommen sind laut Airline Reisende mit eingeschränkter Mobilität. Bei der Einführung der Regel wurden Menschen mit Behinderung, ältere Personen und Schwangere als Beispiele genannt.

Es gibt keine branchenweite Regel, wie Kabinenpersonal mit Handgepäck umgehen muss. Bei manchen Airlines wird ihm das Heben der Gepäckstücke ausdrücklich untersagt – mit Ausnahmen.

Es gibt keine branchenweite Regel, wie Kabinenpersonal mit Handgepäck umgehen muss. Bei manchen Airlines wird ihm das Heben der Gepäckstücke ausdrücklich untersagt – mit Ausnahmen.Pexels/Towfiqu barbhuiya

Was gilt bei Swiss und Edelweiss?

Swiss richtet die öffentliche Anleitung an die Reisenden: «So verstauen Sie Ihr Handgepäck.» Trolleys gehören in die Ablage über dem Sitz, kleinere Taschen darunter. Reisenden mit Beeinträchtigung hilft das Kabinenpersonal laut Airline, «einen Platz zum Verstauen» zu finden. Eine allgemeine Zusage, dass die Crew Gepäck hochhebt, macht die Swiss auf ihrer Website nicht.

Edelweiss formuliert ähnlich: «Damit Sie es in der Gepäckablage oder unter dem Sitz verstauen können», darf ein Handgepäckstück höchstens acht Kilogramm wiegen. Edelweiss unterstützt Personen mit eingeschränkter Mobilität ausdrücklich beim Verstauen des Handgepäcks. Die Airline bittet darum, benötigte Hilfe bis spätestens 48 Stunden vor Abflug anzumelden.

Hast du schon mal Hilfe mit dem Handgepäck gebraucht? Haben dir Kabinenpersonal oder Mitreisende geholfen?

Meret Steiger

Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.

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