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Wednesday, September 16, 2026

Erste Saison bei RB Salzburg – Schmid: «Die Nati ist bei mir ein etwas schwieriges Thema»

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Nach 3 Jahren und 134 Pflichtspielen für den FC Basel wagte Dominik Schmid im Sommer mit 28 Jahren den Schritt ins Ausland. Sein Abgang verlief nicht ohne Nebengeräusche. In der Basler Zeitung kritisierte Schmid die Klubführung und sprach von mangelnder Wertschätzung. Die FCB-Verantwortlichen reagierten irritiert und sprachen von einer verzerrten Darstellung.

Für Schmid ist das Kapitel abgeschlossen. Es liegt ihm fern, dreckige Wäsche zu waschen. Für ihn bleibe der FCB eine Herzensangelegenheit, egal was bei seinem Abgang passiert sei. «Ich wünsche dem Klub nur den maximalen Erfolg, ob mit mir oder ohne mich. Und das können wir jetzt einfach mal so stehen lassen.»

Fussballspieler im weissen Trikot vor rotem Banner im Stadion.
Legende: Ist bei seinem neuen Klub derzeit gesetzt Dominik Schmid. imago images/FC Red Bull Salzburg

Salzburg setzt eigentlich auf Junge

Schmids neuer Alltag heisst RB Salzburg. Beim 17-fachen österreichischen Meister unterschrieb der Linksverteidiger einen Vertrag bis 2030. Aufgrund seiner Vertragssituation bei Basel, wo er noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2027 gehabt hätte, und wegen seines Alters habe der Zeitpunkt gepasst.

«Den Gedanken, ins Ausland zu gehen, hatte ich immer im Hinterkopf. Ich wollte den Schritt wagen, auch um es mir selber zu beweisen», sagt Schmid, der von einem schwierigen Schritt spricht. In Basel, wo er sämtliche Juniorenstufen durchlaufen hat, habe er sich in einer Komfortzone befunden. Die Geburt seiner Tochter Ende Februar hat dieses Gefühl zusätzlich verstärkt. «Der Wechsel hat alles auf die Probe gestellt.»

Der Wechsel zu Salzburg mag vielleicht deshalb etwas überraschen, weil der Klub sonst vor allem dafür bekannt ist, auf junge Spieler zu setzen. Mit seinen 28 Jahren gehört Schmid da nicht mehr dazu. «Salzburg hat gezielt nach zwei, drei Transfers gesucht, die Stabilität und Erfahrung reinbringen. In dieser Rolle haben sie mich gesehen», sagt er.

Nati im Hinterkopf, Fokus auf Europa League

Und in diese Rolle ist Schmid in Salzburg bereits bestens reingewachsen. In 9 von 10 Partien kam er zum Einsatz, meist über die volle Spieldauer. Der Linksverteidiger verkneift sich einen direkten Vergleich zwischen der Schweizer und der österreichischen Liga, spricht aber vielsagend von einem «vermeintlich ebenbürtigen Land». Er habe in Österreich nun einige Spiele erlebt und könne sagen: «Da geht die Post ab. Die Qualität ist sehr, sehr hoch.»

Schmid betont im Gespräch nicht nur einmal, dass er es sich mit dem Wechsel vor allem selbst beweisen wolle. «Natürlich habe ich im Hinterkopf, dass dies andere zur Kenntnis nehmen», sagt er. Wen er mit «andere» meint, ist klar: die Nati-Verantwortlichen.

Schmid wurde bisher zweimal für die Nati aufgeboten. In den beiden EM-Qualispielen gegen Belarus und Israel blieb er im März 2023 ohne Einsatz. Im September 2024 musste er am Tag des Einrückens für die Nations-League-Kampagne verletzungsbedingt passen. Die Nati sei für ihn ein etwas schwieriges Thema, gibt Schmid unumwunden zu, aber: «Ich habe schon das Gefühl, dass ich es verdient habe.»

Aktuell liegt Schmids Fokus voll auf dem Start der Ligaphase in der Europa League. Am Donnerstag heisst dort Salzburgs erste Aufgabe Lewski Sofia. Danach warten auch noch klingendere Namen auf die Österreicher. «Die AC Milan und Crystal Palace zuhause, das wird sicher cool.»

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