Angebliche Verschwörung: US-Regierung verschärft Ermittlungen gegen Demokraten in Alaska

Angebliche VerschwörungUS-Regierung verschärft Ermittlungen gegen Demokraten in Alaska
31.10.2026, 14:01 Uhr

Alaska wird zum politischen Pulverfass: Trump wirft den Demokraten Wahlbetrug vor und lässt die Justiz einschreiten. Noch bevor alle Stimmen abgegeben sind, droht ein erbitterter Kampf um das Ergebnis.
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat kurz vor den Kongresswahlen die straf- und zivilrechtlichen Ermittlungen gegen die Demokraten im Bundesstaat Alaska verschärft und schürt damit neue Unsicherheit. Wie der zuständige Bundesstaatsanwalt Michael Heyman erklärte, wurden die Ermittlungen nach einem Zeitungsbericht über eine angebliche Verschwörung der Demokraten intensiviert.
Es gehe um den Vorwurf, die Demokraten hätten einen aussichtslosen Kandidaten angeworben, um bei einem wichtigen Rennen um einen Senatssitz dem republikanischen Amtsinhaber zu schaden. Das Rennen in Alaska gilt als eines von mehreren, die über die künftige Mehrheit im US-Senat entscheiden könnten.
Einem Bericht der Zeitung "New York Times" zufolge sollen Mitarbeiter der demokratischen Senatskandidatin Mary Peltola dabei geholfen haben, einen pensionierten Lehrer namens Daniel J. Sullivan Jr. für die Kandidatur zu gewinnen. Dieser sollte dem republikanischen Amtsinhaber Dan S. Sullivan Stimmen abjagen. Peltola und das Wahlkampfkomitee der Demokraten bestreiten eine Beteiligung.
Zweifel an Rechtmäßigkeit der Wahlen säen
US-Präsident Trump sprach am Freitag von "Wahlbetrug auf höchster Ebene" und erklärte, die Klage persönlich angeordnet zu haben. Das Justizministerium hat zudem eine weitere Klage eingereicht, um die Bestätigung des Wahlergebnisses in Alaska zu blockieren, falls der republikanische Amtsinhaber verlieren sollte. Die Maßnahmen in Alaska sind Teil eines umfassenderen Vorgehens der Trump-Regierung, das von Kritikern als Versuch gewertet wird, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen zu säen.
So verklagte die Regierung rund 30 Bundesstaaten auf die Herausgabe von Wählerlisten. In Kalifornien versuchte das Justizministerium, die Auszählung von Stimmzetteln mutmaßlicher Nicht-Staatsbürger zu verhindern, scheiterte damit jedoch vor Gericht. Trump selbst verbreitet seit seiner Wahlniederlage 2020 die unbelegte Behauptung von massivem Wahlbetrug. Ungeachtet der Auseinandersetzungen haben nach Angaben der Universität von Florida bereits 49 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben, mehr als bei jeder früheren Kongresswahl in der Geschichte der USA.
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