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Thursday, October 1, 2026

US-Verteidigungsminister Hegseth verschlankt US-Armee - neue Rolle für Musk

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US-Verteidigungsminister Hegseth bei seiner Rede auf dem Militärstützpunkt Quantico

Rede auf Militärstützpunkt Hegseth verschlankt US-Armee - neue Rolle für Musk

Stand: 01.10.2026 • 01:16 Uhr

Der US-Verteidigungsminister strukturiert weiter die Armee um: Künftig soll es 20 Prozent weniger Generals- und Admiralsplanstellen geben. Zudem kommt Elon Musk eine neue Rolle zu: Der Tech-Milliardär soll die künftige Kriegsführung erforschen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die Armee drastisch verschlanken - das kündigte er in seiner jährlichen Rede vor der Militärspitze auf dem Militärstützpunkt Quantico südwestlich von Washington an. Er habe die Zahl der ranghöchsten Offiziere und der Planstellen "um 20 Prozent" verringert, so Hegseth weiter. Das ist doppelt so viel wie bisher angekündigt.

"Die Zahlentüftler sagen, wir haben zehn Prozent der Generäle und Admirale in den Streitkräften entlassen", sagte Hegseth vor Soldaten. "Außerdem haben wir die Gesamtzahl der Planstellen für Generäle und Admirale um weitere zehn Prozent verringert", fügte er hinzu. Unter dem Strich stehe damit "eine Reduzierung um 20 Prozent" auf dem Papier.

Zuletzt 850 Generäle

Hegseth, der sich selbst "Kriegsminister" nennt, bestätigte damit zuvor bekannt gewordene Berichte von Medien. Nach Pentagon-Angaben von Ende Juli gab es zuletzt rund 850 Generäle und Admirale. Der Washington Post zufolge befehligen sie mehr als 1,3 Millionen Soldatinnen und Soldaten. Dazu kommen fast 800.000 weitere in der Nationalgarde und der Reserve.

Hegseth hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 im Auftrag von Präsident Donald Trump zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht. Nur wenige Tage vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar entließ er ohne Angabe von Gründen Generalstabschef Charles Q. Brown Jr. und Marine-Oberbefehlshaberin Lisa Franchetti. Andere ranghohe Militärs gingen in den Ruhestand oder reichten ihren Rücktritt ein, darunter der für das Heer zuständige Staatssekretär Dan Driscoll, der Anfang September nach wiederholten Auseinandersetzungen mit Hegseth zurücktrat. Überdurchschnittlich stark betroffen von den Kürzungen waren Frauen und Afroamerikaner.

Die Verschlankung der Armee nimmt Hegseth wörtlich, wie er bei seiner Rede im vergangenen Jahr bewies. Der frühere Fernsehmoderator von Fox News beschimpfte viele Soldaten und Befehlshaber damals als zu "fett" und verordnete ihnen ein Fitnessprogramm - oder drohte andernfalls mit Rauswurf.

Musk soll Zukunft der Kriegsführung erforschen

Der Tech-Milliardär Elon Musk soll zudem eine führende Rolle bei einem neuen Projekt des US-Verteidigungsministeriums einnehmen. Hegseth zufolge soll es dabei darum gehen, die Zukunft der Kriegsführung zu erforschen. Musk soll demnach eine von mehreren prominenten Personen sein, die die Initiative leiten sollen.

Zweck des "Projekts Meridian" sei es, "mit einem kreativen Blick auf die Zukunft zu schauen, und Bereiche zu identifizieren, die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir beherrschen müssen", so der Verteidigungsminister.

Dabei sprach Hegseth auch das Thema der autonomen Kriegsführung an, also den Einsatz von Waffensystemen und Künstlicher Intelligenz, die ohne direktes menschlichen Eingriff aktiv sein und etwa Angriffe ausführen können. "Wir müssen vorausschauend handeln, um die technologische und militärische Überlegenheit auf dem Schlachtfeld für die kommenden Jahrzehnte zu sichern", sagte er weiter. Ergebnisse des Projekts erwartet der Pentagon-Chef innerhalb von 120 Tagen.

Die Wortwahl des Ministers bei seiner Rede war auch diesmal extrem kulturkämpferisch. Soldaten müssten wieder Krieger mit todbringender Wirkung sein, so Hexeth. Frühere Programme für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion hätten in seiner Armee nichts mehr zu suchen. Hexeth gilt auch bei vielen Republikanern im Kongress als besonders umstritten. Der Vorwurf lautet, ihm gehe es nicht um eine effizientere, sondern vor allem um eine Präsident Donald Trump gegenüber politisch loyale militärische Führung.

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