RTP DesportoI Liga. SC Braga-Gil VicenteDaily MaverickDIGITAL POLITICS OP-ED: Borders, ballots, court clashes — how the anti-immigrant movement is setting SA’s elections agendaThe Jerusalem PostSyrian textbooks show pan-Arab content replaced by Islamist ideology, IMPACT-se findsESPNYamal vs. Mbappé: Which Clásico star has the stronger claim to win the Ballon d'Or?ESPN Deportes¿Cómo la fecha límite de MLB llevó a Guardians a playoffs?InquirerSouth Cotabato school resumes classes after Sept. 18 gun attackBollywood HungamaBombay High Court directs makers of Tu Hai Meri Kiran to deposit Rs. 8.85 crores before releaseZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioThe Hollywood ReporterJon Stewart Extends His ‘Daily Show’ Run Through 2028VarietyJon Stewart to Remain ‘Daily Show’ Host Through 2028DeadlineJon Stewart Strikes Two-Year Deal To Remain As ‘The Daily Show’ Host Through To End Of 2028BellaNaijaKikelomo Atanda-Owo Celebrates 20 Years in Media Unveils Podcast With Husband Reuben Abati
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, October 19, 2026

Sektenführer wegen Mordes an 190 Kindern verurteilt

Translate
  • Der kenianische Sektenführer Paul Nthenge Mackenzie ist des Mordes an 191 Menschen schuldig gesprochen worden.
  • Bis auf eines waren alle Opfer Kinder, die auf seine Anweisung hin verhungern sollten, um «Jesus zu begegnen».
  • 2023 waren im Shakahola-Wald Hunderte Leichen aufgefunden worden.

Der Anführer einer kenianischen Sekte, Paul Nthenge Mackenzie, ist des Mordes an 191 Menschen schuldig gesprochen worden. Bis auf eines waren alle Opfer Kinder, wie die BBC berichtet. Mackenzie hatte Mitglieder seiner Sekte angewiesen, ihre Kinder verhungern zu lassen, damit sie «Jesus begegnen» könnten. Das Strafmass ist noch nicht bekannt.

Auch 29 weitere führende Mitglieder der Sekte wurden wegen Mordes verurteilt. Sie alle hatten auf nicht schuldig plädiert und wiederholt beteuert, niemand sei zum Sterben gezwungen worden.

Bildung und Medizin waren verboten

Mackenzies Weltuntergangslehre verbot Bildung und stellte moderne Medizin als «böse» und «gegen die Lehre» dar. Welche Folgen das hatte, zeigt der Fall des heute 23-jährigen Peter Shukrani. Als er erkrankte, verschlechterte sich sein Zustand, weil ihm seine Medikamente vorenthalten wurden. «Meine Mutter warf alle Medikamente weg, die ich eigentlich hätte nehmen sollen, weil sie glaubte, dass nur Gott mich heilen könne», sagt Shukrani gegenüber der BBC.

Mackenzie und weitere Anführer der Sekte müssen sich zudem in einer Reihe anderer Verfahren verantworten.

Mackenzie und weitere Anführer der Sekte müssen sich zudem in einer Reihe anderer Verfahren verantworten.AFP

Im März 2023 wurde der junge Mann schliesslich aus dem Shakahola-Wald gerettet, in den sich die Anhänger der Sekte zurückgezogen hatten. «Ich wäre gestorben, wenn ich nicht aus dem Shakahola-Wald gerettet worden wäre», sagt Shukrani.

«Liebe ihn noch immer»

Trotz seiner Leidensgeschichte hält Shukrani weiterhin zu Mackenzie. Dieser sei «ein guter Mensch, der sich um mich kümmert». Er habe niemanden zum Fasten gezwungen, die Betroffenen hätten sich aus eigenem Glauben dazu entschieden. «Ich liebe ihn noch immer, und er ist weiterhin mein Pastor», sagt der 23-Jährige.

Mackenzie und weitere Anführer der Sekte müssen sich zudem in mehreren anderen Verfahren verantworten, unter anderem wegen Terrorismus, Radikalisierung und der Verweigerung von Bildung für Kinder.

429 Leichen im Wald entdeckt

Mackenzie war im April 2023 festgenommen worden, nachdem Hunderte Leichen im Shakahola-Wald entdeckt worden waren. Autopsien ergaben, dass der Grossteil der 429 Opfer verhungert war. Andere, darunter auch Kinder, waren offenbar erwürgt, erschlagen oder erstickt worden. Der Fall wurde als «Massaker vom Shakahola-Wald» bekannt und veranlasste die kenianische Regierung, strengere Gesetze gegen Sekten anzukündigen.

In Kenia sind mehr als 4000 Kirchen registriert, es gibt auch immer wieder selbsternannte Priester und von Kriminellen gegründete angebliche religiöse Gemeinschaften. Gerichtsdokumente beschreiben die 2003 von Mackenzie gegründeten «Internationalen Priestertümer der Guten Botschaften» als «organisierte kriminelle Vereinigung».

Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert

Alessia Rambaldi

Alessia Rambaldi (ram), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin am Newsdesk.

View the original on 20 Minuten →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.