Die Odyssey ist wieder auf See – Passagiere bleiben zurück

- Das Kreuzfahrtschiff Villa Vie Odyssey hat den Hafen in Kambodscha ohne über 200 Passagiere verlassen.
- Die Eigentümer nennen den Nahostkonflikt und steigende Treibstoffpreise als Grund für das abrupte Ende der Weltreise.
- Rund 100 Passagiere halten sich laut der Tourismusbehörde noch in Kambodscha auf.
Das Kreuzfahrtschiff Villa Vie Odyssey hat am frühen Mittwochmorgen den Hafen von Kambodscha verlassen, wie Channel News Asia berichtet. Zuvor wurden mehr als 200 Passagiere zurückgelassen, die teilweise mehrere Zehntausend Dollar bezahlt hatten, um jahrelang an Bord zu leben.
Taing Sochitkrishna, der Leiter der Tourismusbehörde von Sihanoukville, teilte mit, das Schiff habe mit 50 Besatzungsmitgliedern an Bord abgelegt. Ein Grossteil der betroffenen Passagiere sei inzwischen in andere Regionen weitergereist, noch etwa 100 Passagiere halten sich laut Sochitkrishna in Kambodscha auf.
Weltreise endete abrupt
Hintergrund des abrupten Endes der Weltreise ist laut den Eigentümern der anhaltende Konflikt im Nahen Osten. Die steigenden Treibstoffpreise hätten den Weiterbetrieb verunmöglicht.
Die Passagiere durften am Dienstag noch einmal an Bord der Odyssey, um zurückgelassene persönliche Gegenstände zu holen. Die Kreuzfahrt dauerte ungefähr zwei Jahre und 25 Tage. Der Anbieter Villa Vie Odyssey war einer der wenigen Anbieter, bei dem man eine Kabine als langfristigen oder dauerhaften Wohnsitz mieten konnte. Wohin das Schiff nun gebracht wird, ist nicht klar. Websites für Schiffsverfolgungen zeigen einen Kurs in Richtung Singapur an.
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Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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