Millionenverlust droht: Tom Cruises "Digger" wird zum finanziellen Desaster

Millionenverlust drohtTom Cruises "Digger" wird zum finanziellen Desaster
05.10.2026, 12:05 Uhr
Schlechte Kritiken waren offenbar erst der Anfang: Tom Cruises neuer Film "Digger" ist auch an den Kinokassen schwach gestartet. Bei enormen Produktions- und Marketingkosten könnte Warner Bros. nun ein Verlust von bis zu 200 Millionen Dollar drohen.
Nicht einmal Tom Cruise ist eine Garantie für volle Kinosäle. Sein neuer Film "Digger" ist nach schlechten Kritiken nun auch beim Publikum durchgefallen. Die hochbudgetierte Satire von Oscarpreisträger Alejandro González Iñárritu legte in den USA einen enttäuschenden Start hin - und könnte für Warner Bros. zu einem der teuersten Flops des Jahres werden.
Gerade einmal acht Millionen US-Dollar spielte "Digger" laut US-Medien zum Start in den Vereinigten Staaten ein. Das Studio hatte mit 12 bis 15 Millionen Dollar gerechnet. Für den Film des "The Revenant"-Regisseurs reichte es damit in den US-Kinocharts lediglich für Platz fünf.
Auch international sieht es bislang nicht viel besser aus. Außerhalb Nordamerikas kamen lediglich zwölf Millionen Dollar hinzu. Weltweit steht "Digger" damit nach dem Startwochenende bei schwachen 20 Millionen Dollar.
Verlust von mindestens 150 Millionen Dollar droht
Für eine schwarze Komödie mit Umweltthematik wären acht Millionen Dollar zum US-Start allein noch kein Desaster. Im Fall von "Digger" werden die Zahlen allerdings durch die enormen Produktionskosten zum Problem. Das Budget des Films soll Schätzungen zufolge zwischen 150 und 180 Millionen Dollar liegen. Hinzu kommen angeblich mehr als 100 Millionen Dollar, die Warner Bros. in die Vermarktung gesteckt haben soll.
Entsprechend viel müsste "Digger" einspielen, um überhaupt profitabel zu werden. Laut Branchenmagazin "Variety" müsste der Film weltweit auf rund 350 Millionen Dollar kommen, um die Gewinnzone zu erreichen. Ein Sprecher von Warner Bros. nannte dagegen 300 Millionen Dollar als entscheidende Schwelle.
Von beiden Marken ist "Digger" mit bislang 20 Millionen Dollar allerdings noch weit entfernt. Sollte sich das Interesse in den kommenden Wochen nicht deutlich steigern, könnte der Film je nach Berechnung am Ende einen Verlust von 150 bis 200 Millionen Dollar verursachen.
Schwächster Start für Tom Cruise seit 2007
Auch für Tom Cruise persönlich ist das Ergebnis ein herber Rückschlag. Der 64-Jährige hat seit fast zwei Jahrzehnten keinen Film mehr mit einem derart schwachen US-Kinostart erlebt. Zuletzt war das 2007 bei "Von Löwen und Lämmern" der Fall. Das Politdrama von und mit Robert Redford spielte an seinem ersten Wochenende in den USA lediglich sieben Millionen Dollar ein. Im Gegensatz zu "Digger" war der Film allerdings deutlich günstiger produziert worden.
"Digger" ist zudem Cruises erster Film seit "Barry Seal - Only in America" aus dem Jahr 2017, der nicht zu einem bereits etablierten Franchise gehört.
Wie zugkräftig Cruise mit einer bekannten Marke noch immer sein kann, zeigte 2022 "Top Gun: Maverick". Die späte Fortsetzung entwickelte sich zumim gewaltigen Kassenerfolg. Die beiden jüngsten "Mission: Impossible"-Filme, die 2023 und 2025 in die Kinos kamen, konnten an diesen Triumph allerdings nicht anknüpfen und blieben angesichts ihrer hohen Kosten kommerziell hinter den Erwartungen zurück.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.