Angreifer der LMU hat sich bisher nicht bei Universität gemeldet
Seit dem Cyberangriff auf die Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) in München hat sich der Täter nicht bei der Hochschule gemeldet. „Wir arbeiten eng mit den zuständigen Ermittlungsbehörden zusammen und haben Stand heute keine Kontaktaufnahme eines Täters“, teilte eine LMU-Sprecherin der dpa mit.
„Zum gegenwärtigen Stand haben wir keine Hinweise auf eine Veröffentlichung der Daten im Darknet oder entsprechenden Plattformen und auch keine Hinweise von Studierenden auf eine Veröffentlichung von Daten.“ Es sei ein engmaschiges Monitoring eingerichtet worden.
Angriff über mehrere Tage
Am Wochenende wurde bekannt, dass Systeme der LMU seit Mittwoch der vergangenen Woche attackiert wurden, sie wurden daraufhin vom Netz genommen. Bei der Attacke kam es zu einem Abfluss von wohl sämtlichen Stammdaten, welche bei der Immatrikulation hinterlegt wurden: Namen und Adressen von Studenten und Studentinnen sowie Post- und E-Mail-Adressen, Geburtsorte, Bankdaten sowie weitere private Angaben, beispielsweise zu früheren Bildungsabschlüssen konnten erbeutet werden. Die Studierenden wären mit diesen umfangreichen Angaben, wenn die Daten veröffentlicht werden, ein leichtes Ziel für Phishing und Identitätsbetrug.
Wie viele Personen von dem Vorfall betroffen sind, gab die Universität bisher nicht an. Eingeschrieben sind an der LMU derzeit rund 52.000 Menschen. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Montag zufolge könnten nicht nur die Daten von neuen Einschreibungen an der Universität in fremde Hände gelangt sein. Auch die persönlichen Informationen über alle dort aktiven Studentinnen und Studenten könnten bei der Attacke abgeflossen sein.
Am 12. Oktober beginnt an der LMU das Wintersemester, derzeit ist die Immatrikulation dafür ausgesetzt. Sie soll jedoch laut der Universität bald wieder aufgenommen und die entsprechenden Fristen verlängert werden.
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