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Sunday, October 11, 2026

«Selten gesehen»: Ur-FCZler begeistert von Teamkollegen

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  • Der FC Zürich stellt mit einem Durchschnittsalter von 21,5 Jahren die jüngste Abwehr der Super League.
  • Doron Lichtenstein, Neil Volken, Leandro Schödler und Lindrit Kamberi verteidigten bereits zum zweiten Mal in Folge gemeinsam.
  • Trotz des 4:2-Siegs gegen Thun ärgerte sich Kamberi über die zwei Gegentore – Lob für den Sieg sparte er sich trotzdem nicht.

Es ist ein sinnbildlicher Moment: Nach dem 4:2-Sieg mit Tor und Assist gegen Thun trägt Doron Lichtenstein (19) mit beiden Händen die Wasserflaschen vom Feld. Eine Aufgabe, die früher jenigen zufiel, die eine Ersatzrolle inne hatten, übernimmt der Matchwinner.

Zusammen mit Neil Volken (19), Leandro Schödler (20) und Lindrit Kamberi (27) bildete Lichtenstein zum zweiten Mal in Folge die Viererkette. Mit einem Durchschnittsalter von 21,5 Jahren ist es die mit Abstand jüngste Verteidigung der Super League.

«Selten so einen Zusammenhalt gesehen»

Doch nicht nur hinten hat es beim FCZ gegen den FC Thun gepasst. Auch der Teamgeist fällt auf. «Wir hatten selten so eine Gruppe wie jetzt», sagt Ur-FCZler Bledian Krasniqi, dem ebenfalls ein Tor gelingt. «Ich spiele jetzt schon lange hier. Wir haben einen Zusammenhalt, den wir selten so hatten. Wir haben sehr viele Debütanten, die gleich Stammspieler sind.» Das sei Gold wert. «Die, die Ersatz sind, sprechen fast am meisten in der Garderobe und pushen uns schon vor dem Anpfiff.»

Bledian Krasniqi und Kevin Spadanuda (links) feiern nach dem 4:2-Sieg vor der Südkurve.

Bledian Krasniqi und Kevin Spadanuda (links) feiern nach dem 4:2-Sieg vor der Südkurve.IMAGO/Urs Ottiger

Bereits vor dem Spiel gegen Thun hob man diesen Aspekt auf dem FCZ-Campus hervor. Als 20 Minuten Ersatzspieler Nevio Di Giusto (21) auf seine Einsatzzeit angesprochen hatte, sagte dieser: «Ich gebe im Training alles und unterstütze die Jungs wo es geht. Dann kommt alles andere von allein.» Trainer Koller meinte: «Bei den Einwechselspielern sieht man, dass sie Feuer in die Mannschaft reinbringen.»

Ganz ohne Makel ist der 4:2-Sieg der Zürcher gegen Thun am Samstagabend aber nicht vonstatten gegangen. Abwehrchef Kamberi ist zwar zufrieden, haderte aber mit den zwei Gegentoren. «Ich hätte gerne einmal zu Null gespielt. Aber ich will jetzt nicht meckern nach diesem Sieg.»

Dass die Jungen beim FCZ bereits Verantwortung übernehmen, ist für den 27-jährigen Captain wohl wichtiger als ein Spiel ohne Gegentor.

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